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Kupfergeschosse

6,5 mm Geschosse: Lutz Möller Geschoß | Norma VMS | GPA | HDB | Lapua Blei

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? | Lutz Möller Geschoß  wirken anders

Hirtenberger ABC | Barnes | MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar


Bloß, weil jemand behauptet, das Blei wäre an allem Schuld, werfen wir jetzt Erfahrungen aus hundert Jahren Geschoßentwicklung über den Haufen...

Sagt ein Affe zum anderen: Wir haben Millionen von Jahren Erfahrung im Leben auf dem Baum. Warum sollen wir die wegwerfen und lernen auf zwei Beinen zu gehen?

Si tacuisses, philosophus mansisses, Wildschütz, 29. Mai 2005 20:09

Vollgeschosse

Den Doppelkammergeschossen ähnlichen Sinn, nämlich bei dickeren zielen verläßlich tief einzudringen, sollen Vollgeschosse ergeben. Vollgeschossen fehlt der bisher übliche weiche Bleikern. Je nach Legierung und Härtung des Kupfer-, Tombak- oder Messinggeschosses fanden wir die oben in der Tabelle angegeben Festigkeitswerte. Vollgeschosse sind bei gleichem Volumen etwa 20% leichter als Mantel-Bleigeschosse, sieh oben. Deshalb müssen die bleifreien Vollen für gleiches Gewicht länger als Bleikerngeschosse sein, also aus kürzerem Drall verschossen werden. Große Masse wie bei Bleigeschossen zu gewährleisten ist aber meist unnötig, weil Vollgeschosse im Ziel meist keine Masse verlieren. Daher behalten die die volle schon im Flug vorhandenen Flächenlast auch nach dem Aufprall bei und dringen daher immer tiefer als gleichschwere Blei TM-Geschosse ein. Lediglich langsam auftreffende Vollmantelgeschosse mit äußerst dicken Mänteln bleiben gelegentlich heil. Teilmantelgeschosse verlieren im Ziel Masse.

Bridger

Minkenberg

BridgerLutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

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Hirtenberger ABC

Das Hirtenberger ABC war ein Vollgeschoß mit bleigefüllter Hohlspitze und vier Sollbruchstellen, die nur ein Aufreißen des Messinges bewirken soll, damit sich gemäß den Anritzungen (wie beim CDP) vier Fahnen bilden. Im Jahr 2004 beendete RUAG Ammotec Hirtenberger zu fertigen. Da Blei viel weicher als das scherfeste Messing ist, wirkte das Hirtenberger ABC von den Werkstoffeigenschaften her im Grunde wie ein Hohlspitzgeschoß, dessen Hohlspitze mit Blei gefüllt ist. Das Blei in der ABC-Spitze macht das Geschoß ballistischen Sinne also nicht im zum Vollgeschoß!

Blei ist ein sehr weicher Festkörper, den man bei den hier wirkenden Kräften schon fast als hochviskose Flüssigkeit bezeichnen müßte. Die Bezeichnung ist zwar physikalisch falsch, aber hier technisch (fast) richtig. Der erhebliche Staudruck an der Geschoßspitze wirkt im Blei, eben wie in einer Flüssigkeit, eben in alle Richtungen, nicht nur, wie im Festkörper in Kraftrichtung. Der Staudruck lies das ABC Geschoß vorn an seinen Sollbruchstellen platzen. Der vorn anstehende Staudruck wirkte tief im Geschoßinneren, öffnete die Spitze. Der Mantel riß an den Sollbruchstellen und platze zu vier Fahnen auf.

Sinn solcher Fahnen war den Kaliberquerschnitt zu vergrößern. Stelle man sich bei einem langsamen Geschoß die Wundhöhle wie einen Zylinder vor, dann ist die maximal zu erreichende Wunde gleich Kaliberquerschnitt (nach Vergrößerung, aufpilzen, Fahnenbildung etc.) mal Körperbreite, wenn das Stück breit stand.

Das ABC war für weite Schüsse aerodynamisch völlig unzureichend, fand in der Waldjagd seinen Platz. Außerdem erhöhte der zu feste Werkstoff im Zugkaliber ohne hinreichende Entlastung den Gasdruck, senkte die Mündungsgeschwindigkeit, heizte den Lauf und verschliß die Felder.

Umsteiger vom ABC

Hallo Herr Möller,

danke für Ihre Antwort. Hirtenberger ABC Geschosse habe ich vor 15 Jahren auch schon eingesetzt, bin aber nach 3 Stück erlegtem Rehwild wieder auf mein altes Nosler Partition umgestiegen. Beim ABC-Geschoß war die Wildbretzertörung enorm und die Fluchtstrecken ~ 50 m weit, während bei einigen hundert erlegten Rehen mit dem 9,1g Nosler Partition-Geschoß 7x57R kein Stück weiter als 15m ging.

Auf Ihr Lutz Möller Geschoß  bin ich aus folgenden Gründen umgestiegen: bleifrei, bessere Präzision, günstigere Außenballistik, hervorragende Wirkung und Laufschonung.

Mit freundlichen Grüßen, H. Baur, Donnerstag, 7. August 2008 17:41

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Bleihaltige Geschosse in Afrika

Hallo Herr Möller,

Ihre Seite ist sehr informativ und enthält viele nützliche Informationen.

In Bezug auf Ihre Meinung, alle Bleihaltigen Geschosse seien für Afrika zu weich, kann ich aus eigener Erfahrung jedoch nicht teilen. Ich jage selber seit geraumer Zeit in Afrika und führe dort zu 90% aller Fälle meine .300" Win Mag mit dem 13 g Speer GRAND SLAM Geschoß mit allerbesten Erfolgen! Um ein Beispiel zu nennen, beschoß ich im Frühjahr einen Eland Bullen auf 146 m. Das Geschoß durchschlug beide Blätter (Ausschuß vorhanden) und ließ den Bullen nach 10 m „Flucht“ verendet zusammenbrechen. Dasselbe mit Zebra, Oryx und Hartebeest in mehreren Fällen, wobei zugegeben einmal ein Geschoß nach ebenfalls zwei durchschossenen Laufröhrenknochen auf der Ausschußseite eines Hengstes unterhalb der Blattschaufel unter der Decke saß.

Meine Erfahrungen mit homogenen Geschossen, die sich allerdings nicht auf das Lutz Möller Geschoß , sondern auf das Barnes X und triple X beziehen, sind, daß diese Geschosse zwar in der Regel (nicht immer und auch nicht häufiger als das GRAND SLAM) Ausschuß bringen, die Zerstörung der inneren Organe aber geringer ausfällt als bei den stärker deformierenden Bleigeschossen, und somit die Fluchtstrecken beschossenen Stücke egal welcher Art, wesentlich höher liegen. Fluchtstrecken von 400 - 500 m bei guten Schüssen stellen hier keine Ausnahme dar. So waren mir TM Patronen die im Wildkörper blieben, das Stück aber nach spätestens 100 m verenden ließen, immer lieber, als Geschosse, die zu wenig innere Organe zerstören, und somit zu längeren Nachsuchen führen.

Mit freundlichen Grüßen, Björn Friedrich, Montag, 13. Juni 2005 13:35

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MEN SFS 308 WMEN SFS 300 Win MagMEN SFS.

7,62 mm MEN SFC mit 820 m/s in WasserDas MEN SFC ist aus zähem Tombak, nicht Kupfer. Es ist ein gedrehtes Hohlspitzgeschoß mit verdeckter Spitze und außen sauber eingefrästen Sollbruchstellen.

Durch die genaue Fräsung vermeidet MEN all die Schwierigkeiten die sich Barnes mit dem X in der Fertigung einheimst, deshalb nie ordentliche Trefferergebnisse erzielen wird. Daß die Polizei mit dem MEN-SFS gute Treffer erzielen, ist schon klar. Nur wie weit? Und wie lange. Das MEN SFS und seine beschichtete Ausführung SFC verschmiert die Läufe sehr schnell, so daß die unnötig Genauigkeit schnell nachläßt, eine chemische Reinigung erfordert und außerdem die Waffen schnell verschleißen. Das SFS ist aerodynamisch mangelhaft. Wenn es das nicht wäre und nicht so schmierte, bräuchten wir zur Jagd keine eigenen Lutz Möller Geschosse. Sofern Jäger das MEN SFS verladen, bleibt es durch den kleinen BC und damit krumme Flugbahn ein reines Waldjagdgeschoß, ähnlich dem Lapua Naturalis, leider. Jedenfalls werden in QuickLoad sehr hohe 400 bar Anfangsdruck angegeben. Damit kann das SFS nicht hoch geladen werden. Die V0 bleibt klein, verschlechtert die Flugbahn nochmals.

Sehr geehrter Herr Möller,

mit Interesse studiere ich seit einigen Wochen Ihre Web Site. Mir fällt dabei auf, daß Sie das Lutz Möller Geschoß  propagieren. Ich selber bin ein fanatischer Anhänger splitterfreier, bleifreier und zäher Geschosse. Auf der Jagd verwende ich im Kaliber .30-06 primär das 10,6 g MEN SFS und SF und das 10,9 g Barnes TXS, beide Varianten mit absoluten Erfolg. Gerade mit dem MEN habe ich sehr gute Erfahrung machen können. In Namibia fielen 2 Oryxe im Knall. Ebenso auf Schwarzwild zeigen beide Geschoßtypen absolute Zuverlässigkeit und helfen bei der waidgerechten Bejagung. Wobei ich nicht so recht nachvollziehen kann, wo die .30-06 - Patrone so schlecht sein soll?!

Wo liegt Ihrer Meinung nach der Vorteil bzw. die Abgrenzung zum Lutz Möller Geschoß ?

MfG, Sebastian Urban, Freitag, 30. Juli 2004 16:06

Das MEN SF und SFS aus recht hartem Werkstoff liegt mit dem Schaft auf bald 20 mm Länge im Lauf an, die Felder müssen, ohne Ausweichmöglichkeit für des weggepreßte Material, gegen erheblichen Widerstand in das Vollgeschoß eingepreßt werden. Die muß die Ladung (im Vergleich zu herkömmlichen Geschossen) erniedrig werden. Außerdem verschmieren die MEN Vollgeschosse mit deren größere Auflagefläche den Lauf mehr und die Reibung steigt, damit auch die Erwärmung. Des weiteren sind die MEN Geschoßspitzen rechts stumpf, so daß deren Luftwiderstand steigt. Langsamere Mündungsgeschwindigkeit und große Verzögerung in der Luft krümmen die MEN-Gesschoßflugbahn. Aus dem Grunde könne Sie mit den MEN-Geschossen nicht weit Fleck schießen. Durch reibungsbedingt den großen Materialeintrag müssen Sie die Waffe auch früher putzen, um die Genauigkeit zu erhalten.

Das Lutz Möller Geschoß  mit aerodynamisch schlanker Spitze als reibungsarmes Führbandvollgeschoß vermeidet die MEN-Geschoß-Nachteile, behält seine Vorteile guter Wund- und Tiefenwirkung jedoch bei.

Mit den MEN-Geschossen kommen Sie auf kurze Entfernungen, z.B. im Wald, sicher gut zurecht, auch auf große Tiere. Sobald Sie aber weit schießen wollen, z. B. Springböcke und dabei über ein größer Entfernung Fleck anhalten, oder bei Wind treffen wollen, bleibt Ihnen nur das windschnittige Lutz Möller Geschoß .


Lutz Möller, 30. Juli 2004,

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Impala

Impalageschoß aus Südafrika

Impala, Messing, Südafrika: 57% Cu - 40% Zn 3% Pb, von Kobus du Plessis, impalabullets@icon.co.za, Ruf +27.824420219, Fax +27.126646194, http://www.impalabullets.co.za/. Ein Messinggeschoß, bei dem der Fertigungsbetrieb vergaß seinem Entwickler zu beauftragen beim Entwurf an die Zielstabilität zu denken. Sie ist nicht vorhanden. Die spitzen Dinger weichen im Ziele nach dem Aufschlag in unbestimmte Richtungen von der Schußrichtung ab.

,,Die genannte 57% Cu - 40% Zn 3% Pb Legierung ist ein Sondermessing, CuZn40Pb2 , DIN-Bezeichnung CW617N, ASTM C 38000, oder CuZn39Pb3, DIN-Bezeichnung CW614N, ASTM C 38500. Es handelt sich um einen typischen Zerspanungswerkstoff, der erstgenannte Werkstoff läßt sich gut warm umformen und wird für Warmpreßteile und bei schwierigen gezogenen Profilen eingesetzt. Der zweite ist eine Automatenlegierung (Formdrehteile aller Art). Lieferant ist z.B. Wieland." sagte mir ein Fachmann. Ähnlich wie beim Balle GPA und Reichenberg HDB machen sich die Hersteller, statt die schwierige Fertigung hinreichend weicher Werkstoffe (hochreines, sauerstoffarmes Elektrolytkupfer) beherrschen zu lernen, keine Mühe, sonder nehmen ein spröderen, leicht spanbaren Automatenwerkstoff, um schnell Masse liefern zu könne. Das verträgt sich aber nicht mit den Anforderungen an ein deformierendes Jagdgeschoß. Die müssen deformieren (in manchen Länder, wie z. B. Holland und Namibia, gesetzlich vorgeschrieben) um Wirkung zu zeigen und schulterstabilisiert im Ziel geradeaus zu fliegen.

gedrehte Impalatreffer mit seitlichen Verletzungen
7,82 mm 9,53 mm 9,5 wie links 9,5 wie links
8,4 g 13 g nach Papier-beschuß nach Sandtreffer
Quelle: Man Magnum / Südafrika

Unnötig breite und viel zu harte Führbänder steigern den Druck erheblich. Die Einpreßdrücke sind so hoch, daß DWJ2003/10 auf Seite 80 empfiehlt ,,Man sollte sich an der Ladung der nächst höheren Gewichtsklasse orientieren." Das bedeutet schlicht, die Messingeschosse müssen heruntergeladen werden. Hinter den von der Masse her gegebenen Möglichkeiten, bleibt die V0 bleibt also eine ganze Klasse zurück. Die Flugbahn krümmt sich. Die vom Hersteller für Quickload angegeben 250 bar Anfangsdruck sind zu niedrig. Unter 400 bar bewegt sich nichts! Die vom Importeur gelieferte Datei IMPALA.BUL ist insofern mangelhaft.

Der harte Werkstoff (außen 179 Vickers, Kern 164 Vickers) verschleißt die Felder vorzeitig, so daß deren Lebensdauer unter das von Teilmantelgeschossen für die jeweilige Patrone bekannte Maß sinkt. Des hohen Anfangsdruckes wegen fertigt Impala die Geschosse untermaßig! Dadurch blasen die anfangs mehrere tausend Grad Celsius heißen Pulverschwaden am Geschoß vorbei. Kupfer verdampft bei 2.600°C, seine Zinn-Blei-Legierungen jedoch schon bei niedrigeren Temperaturen. Die durchblasenden Gase verdampfen das Messing. Vor dem Messinggeschoß schlagen sich die Metalldämpfe im kalten Lauf nieder und vermessingen den so. Das wiederum begünstigt dann weiter vorn im Lauf auf den Feldern Reibschweißungen, die die Reibung steigern und Genauigkeit herabsetzen. Bei all solch untermaßig gefertigten Vollgeschossen verschleißen die Felder schnell und die Läufe müssen oft mit Ammoniak vom Kupfer befreit werden.

DWJ 2003/10 80 weiter ,,Zerlegung, Splitterwirkung Aufpilzen gibt es nicht.“ und ,,wie ein Vollmantelgeschoß“ sowie ,,Die Energieabgabe ist gering“. Wegen des sehr festen und harten Werkstoffes verformt der Staudruck den Impalabugkegel im Ziel gar nicht. Das Geschoß pilzt nicht auf. Daher kann das Geschoß im Ziel nicht schulterstabilisieren. Das bedeutet, die Dinger kippen und werden nach 10 bis 15 cm Zielweg taumeln. Eine Hohlspitze fehlt.

Der Autor tut nun gerade so, als seien Vollmantelgeschosse, die die Landkriegsordnung vorschreibt, um die Verletzungen durch Schußwaffen im Krieg zu begrenzen, die Lösung für die Jagd. Wozu brauchen wir dann noch Jagdgeschosse? Nach seiner Logik könnten wird dann doch gleich mit dem Sturmgewehr jagen, oder? Nein! Jagdgeschosse müssen einen hinreichenden Wirkungsquerschnitt aufweisen, um zu töten. In Luft sollen sie schlank sein, um kaum gebremst weit zu fliegen. Also benötigen gute Jagdgeschosse einen Mechanismus, der sie in der Waffe und im Fluge schlank, im Ziel aber breit werden läßt. Genau darum dreht sich die gesamte Jagdgeschoßkonstruktion. Das verneint schlichtweg den gesamten Fortschritt seit der Bleirundkugel als unnötig.

Unter gewissen Umständen kann man mit VMS durchaus jagen, wie ich in 5,6x50 Magnum und Afrika schreibe, aber eben nur weil ich dünmanteligen VMS dermaßen über das von den Infanteriewaffen bekannte Maß beschleunige, daß die Geschosse im Ziel platzen, also gerade ihre Infanteriewaffen zugeschriebenen Vollmantelgeschosseigenschaften verlieren. Mit platzenden dünmanteligen Bleigeschossen geht das, aber mit harten Messingvollgeschossen nicht.

An dem Sandtreffer rechts im Man-Magnum-Bild ist ganz deutlich der Sandeindruck von der Seite zu sehn. Das Impala-Geschoß schlug also, wie vorhergesagt, quer. Nur bei einem querschlagenden Geschoß kann sich der Sand deutlich sichtbar in die Flanke drücken.

Impala hat das offensichtlich weder bemerkt, noch die notwendigen Schlußfolgerungen für die Auslegung. Mit seiner Aussage "The bullets have a lot of drag to the rear due to the shape of the grooves that can enhance stability during penetration.", zeigt Kobus du Plessis, daß er die Vorgänge im Ziel nicht versteht. Er versucht mir allen Ernstes weiszumachen, Flankenreibung könne ein gekipptes Geschoß im Ziel geradeziehen. Weit gefehlt. Der Bug stoßt das Ziel seitlich weg. Die Geschoßflanken berühren das Ziel gar nicht. Lediglich der Bug drückt sich durchs Ziel. Es gibt gar keine Flankenreibung!

Er schrieb "The bullet then had a nose-on entry in the neck of the second impala and exit at the rear of the ribcage. The appearance of the entrance wound of the second impala resembled a direct hit.". Wie kann er wissen, ob das Geschoß den zweite Impala mit dem Bug vorn traf? Er meint der Einschuß läge das nahe. Nun, wahrscheinlicher ist, daß sich daß harte Geschoß drehte und im Gegenteil Heck voran in das zweite Tier eindrang.

Aus Facklers Arbeit oder eigener Erfahrung müßte er wissen, daß alle festen Spitzgeschosse in Weichzeilen nach etwa 15 cm querschlagen und nach 40 cm rückwärts fliegen. Das sieht für ein 7,62x51 NATO VMS im Bild in etwa so aus.

Das Spitzgeschoß drang von links ein. Wegen des anfänglich kleine Wirkungsquerschnittes stößt das VMS auf den ersten 15 cm nur wenig Fleisch zu Seite, gab nur wenig Energie ab. Erst als es sich bei 15 cm querstellte, vergrößerten sich Bewegungsrichtung die Querschnittsfläche und Strömungswiderstand. In Folge vergrößert sich die Wundhöhle. Bei etwa 30 cm wurde das Maximum erreicht. Danach pendelt sich das VMS mit dem Schwerpunkt nach vorn, also Heck voran, ein und die Wundwirkung läßt wieder nach, bis es durch eine kleineren Wundkanal das Ziel wieder verläßt.

Die Fackler-Untersuchungen sind veröffentlicht worden, in Fachkreisen bekannt und müssen als notwendiges Wissen für Geschoßhersteller vorausgesetzt werden.

Ein Kupfergeschoß, daß im Sand geradeaus flog, sieht so aus: Links unten neue 8,5 mm Geschosse. Rechts zwei abgeschossene. Links vorwärts, rechts rückwärts. Links schnell, rechts langsam. Erkenne an beiden Flanken die gleiche glatte Oberfläche wie bei der Fertigung. Das bedeutet, die beiden Flachkopf-Kupfergeschosse verdrängten mit dem Bug den Sand, der seitlich wegspritzte. Sie flogen so seitlich unbenetzt durch den sich öffnenden Schlauch. So müssen sich Geschosse im Ziel verhalten, nicht wie VMS oder Impala taumeln.

Um die 800 m/s fliegen die Kupfergeschosse etwa einen halben Meter durch Sand und pilzen dabei von 8,6 auf 10 bis 12 mm auf. Die Geschosse sind also unbedingt knochentauglich! Weder zerbrechen sie wie sprödes Messing, noch zerstieben sie zu Staub, wie weiches Blei!

Daher fällt mir auch schwer, seine Behauptung "The bullets tend very much to maintain their direction during penetration.", zu glauben. Sie erscheint auf der Grundlage seiner sonstigen Äußerungen als reines Wunschdenken.

Impalamuntion von +Sniper+

Haupteinwände gegen das Impala

  • Spitzgeschoß taumelt im Ziele in vorher unbestimmbare Richtungen, so daß tiefer liegende Ziele nicht sicher getroffen werden können.

  • Festgeschoß deformiert nicht, Querschnitt bleibt klein, Wirkung (außer bei ZNS-Treffern) gering.

  • Hartmessinggeschoß verschleißt Felder.

  • Hartmessinggeschoß erhöht Einpreßwiderstand (QL 400 bar), Ladung muß zurückgenommen werden, erzielbare Geschwindigkeit sinkt.

  • Untermaßiges Geschoß verdampft oberflächlich, verschmutz Lauf, erfordert häufig zu reinigen (kupferlösendes Ammoniak).

  • Untermaßiges Geschoß verhindert Geschoß im Kegel mittig und fluchtend vorzulegen, Genauigkeit bleibt aus.

Im Jahre 1934 haben wir als Tierfreunde in Deutschland das Gebot waidgerecht zu jagen im Reichsjagdgesetz verankert. Die Weltkriegstoten belegen, auch nicht deformierende Geschosse können töten; aber meist erst nach längerem Leiden. Das wollen wird den Tieren ersparen, indem wir sie mit großer Wirkung schnell töte; nicht langsam. In meinen Augen ist das Impala wegen obiger Mängel schlecht. Ich rate davon ab!


@all: ich habe mal Herrn Beat P. Kneubühl zum Impala und der auf der Impala-Seite gegebenen Erklärung befragt (wer ihn nicht kennt sollte mal Googeln oder Amazon befragen...). Hier seine Antwort:

. . . Ich habe mir das Impalageschoß angeschaut. Der (offensichtlich in Seife) geschossene Wundkanal entspricht durchaus jenem eines Vollmantelgeschosses. Die dazu gegebene Theorie ist völlig dem entgegengesetzt, was allgemein von einem Jagdgeschoß erwartet wird. Natürlich fällt das Tier, wenn mit diesem Geschoß das Rückgrat in Genicknähe getroffen wird oder der Blattschuß ganz genau sitzt. Bei einem nur leicht ungenaueren Schuß wird das Tier jedoch ziemlich leiden und der Jäger suchen müssen. Die Erklärungen betreffend den vom Scharfrand ausgehenden „Schockwellen” würde niemand abgeben, der einmal eine Hochgeschwindigkeitsaufnahme eines Geschoßdurchgangs durch Gelatine gesehen hat. Das Geschoß befindet sich nämlich mit dem größten Teil seiner Oberfläche in der temporären Höhle (siehe Abb. 5.1 im Buch „Wundballistik”). „Schockwellen” können dadurch gar nicht von den Kanten ausgehen. Das Geschoßverhalten entspricht völlig jenem eines Vollmantelgeschosses. Dies wird auch durch persönliche Erfahrungen bestätigt, die ich mit einem ähnlichen Geschoß selber geschossen habe.

Mit freundlichen Grüßen, Beat Kneubuehl

Jeder weitere Kommentar ist wohl überflüssig.

Oliver, waldkauz, Alter Hase, Mitglied # 2995, Bewertung:, erstellt 30. Juni 2004 08:02

Hallo Lutz,

ich verfolge mit großem Interesse die Veröffentlichungen über das Lutz Möller Geschoß  und habe einige Fragen dazu. Ich experimentierte lange Zeit mit den Impala-Geschossen und konnte nur bei der .308" Win. eine gute Schußleistung erzielen.

Die 12 bis 14 Zoll Dralllängen können die 35 und 50 Grain Impala-Geschosse im Kal .224" nicht ausreichend stabilisieren.

Die .308" Win. lieferte im praktischen Einsatz mehr oder weniger greuliche Ergebnisse, da es in fast 90% der Fälle zu Geschoßdrehern im Wildkörper kommt, was bisweilen fürchterliche Wildbretzerstörungen auslöst. [. . .]( vollständig in 5,6 mm Patronen)

MfG, Wolfgang Ellinger, Sonntag, 22. August 2004 14:27

Herr Möller,

ein befreundeter Förster erlegte heuer mit dem Impalageschoß mit der Patrone .300 Win.Mag (V0 1.050 m/s; Flugbahnabfall auf 300 m ~ -15 cm (am Schießstand getestet)) 14 Stück Rotkahlwild. Die Entfernung zum Wild betrug meist um die 100 m; bis auf 2-mal, da betrug sie zwischen 180 u. 200 m. Die Treffer waren lauter Kammerschüsse, oft etwas schräg durch die Kammer. Die Fluchtstrecken lagen zwischen 10 und 60 m. Die Ausschüsse waren zwischen 2x-kalibergroß und ungefähr apfelgroß, ev. durch taumelndes Geschoß.

Interessanterweise waren die Einschüsse zwischen 1,5 u. 2,5x-kalibergroß, also oft nicht vom Ausschuß unterscheidbar. Auch wenn die Stücke nicht im Feuer lagen, war die Schweißfährte optimal (beidseits) und das Wild leicht zu finden. Ich zerwirkte 2 Stücke selbst. Die Wildbretentwertung war gering, was auch die Blutgerinnselbildung betrifft. Das ist ein kurzer Erfahrungsbericht von heuer. Der ist, der geringen Anzahl erlegter Stücke wegen, nicht übermäßig aussagekräftig. Aber eines läßt sich sagen; das Impala wirkt scheinbar besser als die Theorie vermuten läßt; zumindest auch nicht schlechter als andere Geschosse. Sicher waren die Schüsse optimal. Wie sähen Weichschüsse aus? Da wäre sicher ein Hohlspitzgeschoß, das mehr Energie abgibt, günstiger, z.B. Lutz Möller Geschoß !.

Noch eine Frage: Welche Vickers-Oberflächenhärte haben übliche Tombakmantelgeschosse und Flußstahlmäntel von z. B. TIG, TUG. Ich habe leider keine entsprechenden Daten.

Weidmannsheil, H. U. Unterberger Andreas, Montag, 15. Dezember 2003 00:49

Hallo Herr Möller,

war heute mit Ole in Neustadt/Dosse schießen.

Der Standbetreiber dort holte aus seiner Tasche ein 7 mm Lutz Möller Geschoß  heraus und hielt es stolz dem Ole und mir unter die Nase. Auf dessen Erwartung hin, daß wir in großartiges Staunen ausbrechen würden, nickten wir ihm freundlich zu und sagten "Jepp, ein Möller Lutz Möller Geschoß , das kennen wir schon." Damit hat er nicht gerechnet. Nun war er verdutzt. Nicht wir, wie von ihm ursprünglich erwartet. Ich unterhielt mich noch eine Weile mit ihm über die neuen Lutz Möller Geschoß ´s und machte mal ein Wenig Werbung für die Geschichte. Er hat mich dann anschließend nach Ihrer Adresse gefragt, ich gab ihm selbige und schrieb ihm noch Ihre Handynummer auf. Ich hoffe Sie sind damit einverstanden.

Das Lutz Möller Geschoß  hatte er von einem Bekannten geschenkt bekommen. Dieser hatte wohl auch den neuen Impala-Schrott getestet. Das Ergebnis bei einem beschossenem Schwein? Optimal aufs Blatt getroffen, wunderbar sauberer Einschuß . . . nur kein Ausschuß auf gegenüberliegender Seite. Dieser befand sich nämlich auf der hinteren Keule. Das Geschoß wurde fast rechtwinklig abgelenkt.

Freundliche Grüße, Fabian

@Collani. Schon das Impala 240gr in der 10,3X60R probiert? Schießt recht gut und kann bis etwa 800 m/s geladen werden. (wir verwenden dazu das .416", das tatsächlich .4145 misst - kein Problem).
Gruß prasse

prasse = Impalahändler in Österreich, gibt zu, die Impalageschosse seien untermaßig. Kein Problem? Gasdurchblasen mit Oberfläche abschmelzen und im Lauf niederschlagen ist kein Problem? Na denn, gut Schuß! Ich will maßhaltige dichtende Geschosse, keine Klappertonnen!

Aus WuH: Ich prüfe gerade das Impala im Kaliber 9,3x62. Da ich meine neue Büchse in diesem Kaliber aber erst seit ~ 2 Wochen mein eigen nenne, habe ich erst einen Bock damit erlegt. [...] Meine Erfahrung (man bemerke Einzahl!):

Der Bock stand auf 40 Meter breit. Nachdem ich ihm den Schuß kurz hinter das Blatt angetragen hatte sprang er hochflüchtig in den Wildacker mit Waldstaudenroggen (2 m hoch) ab. Nach angemessener Wartezeit bin ich vom Sitz um den Anschuß zu suchen. Am Anschuß dann das blanke Entsetzen. Absolut kein Schweiß, nur Panseninhalt zu finden. Mein erster Gedanke: Schei..., wo hast du bloß hingeschossen? Da aufgrund des völligen Fehlens von Schweiß eine alleinige Nachsuche völlig sinnlos war habe ich unseren Jagdaufseher mit Hunde gebeten den Bock nachzusuchen. Nach ~ 25 Meter Fluchtstrecke lag dieser dann im Wildacker.

Als erste Aktion besah ich mir sofort den Einschuß, und siehe da der lag wo er hingehörte, kurz hinter dem Blatt. Der Ausschuß lag tief kurz vor der Keule. Das Impala muß also erheblich von der "normalen" Geschoßbahn abgewichen sein. Der Ausschuß lag nicht annähernd dort wo er vom vertikalen sowie horizontalen Schußwinkel hätte sein müssen.

Noch ein Wort zur Wildbretentwertung: Abgesehen von der Verunreinigung mit Panseninhalt waren weder am Ein- noch am Ausschuß waren Hämatome vorhanden. Ich werde den Test aber auf jeden Fall erst einmal weiter fortsetzen. Bis jetzt gehe ich, aufgrund von besseren Erfahrungen anderer Jäger, von einem einmaligen Vorgang aus der auch mit anderen Geschossen passieren kann.

WH, Elch, 2. Juli 2004 11:49
P.S.: Auf Sprüche wie: Ich habe es ja immer gewußt, habe das Impala deswegen auch gar nicht erst getestet, kann ich getrost verzichten. Ich denke alle anderen auch.

Luftnummer

Hülse: RWS, Geschoß: 8,42 g .308" Impala , Pulver: 3,18 g Vithavouri N 140 , Zündhütchen: CCI 200, Patronenlänge: 81,8 mm, Geschoßgeschwindigkeit nach QL ~ 863 m/s

Nachdem ich bereits Gelegenheit hatte, mit dem Impala im Kaliber .30-06" einen Fuchs zu strecken, ergab sich auch die Gelegenheit ein Stück Rehwild zu erlegen. Das Impala wirkte auf den Fuchs eher nicht überzeugend, denn der Fuchs rannte nach Treffer mitten aufs Blatt ohne große Wirkung einfach weiter, so daß leider ein Nachschuß nötig wurde. Bei meinem bis dahin verwendeten Norma Vulkan gab es diese Schwierigkeiten nie. Deshalb war ich gespannt wie das Impala, das mit so vielen Vorschußlorbeeren versehen war, wohl auf Rehwild wirken würde. Nun, am Freitag hatte ich Gelegenheit ein Bockkitz breit stehend, auf einer Wildwiese, Entfernung ~ 70 m mit einem Schuß knapp hinter das Blatt erlegen zu können. Auf diese Entfernung lagen alle meine früheren Stücke in der Regel immer im Feuer. Als Geschoß verwendete ich bisher immer das Norma Vulkan. Nicht so mit dem Impala. Das Stück ging ohne groß zu zeichnen hochflüchtig ins Unterholz ab. Am Anschuß war kaum Schweiß vorhanden. Also Nachsuche mit dem Hund. Nach 50 m haben wir das Stück dann verendet im dichtesten Unterholz gefunden. Nun zur Trefferwirkung bzw. Wildbretentwertung. Da Bilder besser für sich sprechen als Texte nachstehende Aufnahmen:

Bockkitz mit rechtseitigem Ausschuß außermittig
auf dem Blatt.

Ausschuß im Detail

Einschuß im Detail. Merkwürdigerweise nicht
rund sondern oval. Treffer ging direkt auf eine
Rippe.Vermutlich wurde das Geschoß abgelenkt.
Einschuß im Detail nach Abzug der Decke. Ausschuß im Detail. Auf dem Blatt ist deutlich das Hämatom zu erkennen

Nach diesen Bildern kann wohl jeder seine eigene Schlüsse ziehen. Für mich lautet jedoch das Fazit: Impala = Luftnummer!

Ich werde wieder auf das Vulkan umsteigen. Die restlichen Impala wandern als Birnenblei in den Angelkasten. Dort sind sie gut aufgehoben und tun hoffentlich bessere Dienste als Geschosse in der Büchse.

Elster, 21. Oktober 2004 16:56

Ausschuß nach Entfernung des Blattes. Großflächiges Hämatom entwertet
Wildbret

Beeindruckend! Das mit der Nachsuche geht ja noch, aber die Hämatome hätte ich so, nach allem was man so hört, nicht erwartet. Trotzdem Waidmannsheil zum Kitz!

Gruß, Manuel, erstellt 21. Oktober 2004 17:01

Bei meinem bis dahin verwendeten Norma Vulkan gab es diese Schwierigkeiten nie

Bei mir auch nich ... Bumm, um ...
Mike B., 21. Oktober 2004 17:02

Beeindruckend! Das mit der Nachsuche geht ja noch, aber die Hämatome hätte ich so, nach allem was man so hört, nicht erwartet. Trotzdem Waidmannsheil zum Kitz!

Gruß, Manuel

Genau das ist es. Gehört hat man hier wahrlich viel. Aber leider nichts gesehen. Deshalb die (für sich sprechenden) Bilder.

Elster, 21. Oktober 2004 17:05

Hallo Namensvetter,

ein mich erstaunender Bericht, ich fand die Idee des Geschosses interessant. Wirkung und Zerstörung sind sicher nicht repräsentativ bei nur 2 Stücken, dennoch aber aufschlußreich. Könntest Du etwas über Ladung, OAL und insbesonderne v0 sagen? Bei den Bildern wage ich zu sagen, daß jedes einfache Teilmantel besser wirkt und auch nicht mehr zerstört. Übrigens: Es ist in der Tat so, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

WMH vom nachdenklichen pica, 21. Oktober 2004 17:09


Hülse: RWS, Geschoß: Impala Bullet .308" 8,42 g .30 cal, Pulver: 3,18 g Vithavouri N 140 , Zündhütchen: CCI 200, Patronenlänge: 71.8 mm, Geschoßgeschwindigkeit nach QL ~ 863 m/s (also nicht gewalttätig). Mit den 2 Stücken magst Du schon recht haben. Nur um repräsentativ zu werden, verspüre ich dennoch keine Lust auf weitere Experimente.

Elster, 21. Oktober 2004 17:17

Na ja probier mal das TUG in 11,7gramm. Das Impala mag zum Angeln taugen, ich bin kein Angler, doch dafür scheint es grünen Anforderungen zu genügen, weil fast bleifrei...

Safarischorsch, 21. Oktober 2004 17:24

Mit den 2 Stücken magst Du schon recht haben. Nur um es Repräsentativ zu haben, habe ich dennoch keine Lust auf weitere Experimente.

Elster, 21. Oktober 2004

Danke für die Zahlen. Das mit den 2 Stück war nicht negativ gemeint, mich erstaunt nur, daß die Bilder auf der Seite von Impala so etwas nicht mal ansatzweise zeigen. Ich wollte nur die Behauptung eines "einzigartigen" Ausrutscher vermeiden. Gut das es das Forum gibt. Man lernt nie aus.

pica

Servus Elster,

WH, sauber geschossen, sauber fotografiert! Nur ein paar Sachen noch zur Wundballisitik: Ich gehe davon aus, daß beim Kitz der Einschuß links und der Ausschuß rechts waren. Deine Angaben sind da etwas widersprüchlich, also Einschuß links hinterm Blatt, Ausschuß rechts durch die Schulter. Einschuß doppelt bis dreifach kalibergroß, Ausschuß etwas größer. Herz könnte durchschossen sein. Ein- und Ausschuß eher rund ( am aufgehängten Stück verschiebt sich logischerweise die Decke.

Hämatom: Typische Unterhauthämatome durch Druck, die mit dem Messerrücken abzuschaben bzw. abzuschärfen sind. Die Gesamtwildbretentwertung schätze ich auf 100 - 150 Gramm. Siehe Fotos zu einem anderen solid aus jüngster Zeit.

Schweißfährte: In ein Kitz geht kein Eimer Schweiß rein, in concreto aber hat das Kitz mit Sicherheit aus Ein- und Ausschuß geschweißt. Die Schweißfährte ist mit etwas Übung zu jeder Tages- und Nachtzeit optisch zu halten.

Fluchtstrecke: Typisch für jede Art von Solid, aber eher an der Obergrenze zumindest beim verwendeten Geschoß ( für die 1. Barnes-Generation eher Durchschnitt ), wenn reiner Lungenschuß. Bei Herzschuß wäre die Fluchtstrecke eher typisch, da dort i.d.R. länger. Herzschuß ist aber an der Stellung des Hauptes bei der Flucht leicht erkennbar.

Fazit: Dann schieße wieder das Vulkan und tue uns den Gefallen und stelle bei einem vergleichbaren Schuß wieder Fotos rein. Dann wird man ja den Unterschied sehen.

Aufmerksames die ellen- und jahrelangen Solid-Threads gelesen zu haben, hätte dir aber die Überraschung erspart. Das Problem sind eher nicht die Solids, sondern die damit verbundenen falsche Erwartungshaltung, dies gerade nach repräsentativen 2-Stück-Mustern.

Hürsch, 21. Oktober 2004 17:56


Bei den Bildern wage ich zu sagen, daß jedes einfache Teilmantel besser wirkt und auch nicht mehr zerstört.

pica

Bei ersterem magst du recht haben ( bei 5-7 Gramm zerstäubendes Blei und Kupfersplittern bleibt kein Auge trocken ) bei zweiterem melde ich aus vorhergehenden Gründen meine leisen Zweifeln an.

Hürsch

Vielen Dank für die Bilder; sehr lobenswert auf weitere Experimente für die Statistik zu verzichten - würde ich nach den Erfahrungen auch. Interessant wären Bilder von der Wirkung bei Stücken mit mehr Masse und Durchmesser, ich könnte mir vorstellen daß es dann anders aussieht. Aber je nach überwiegendem Beutespektrum sollte man das Geschoß aussuchen, es gibt kein Universalgeschoß, nur eines das aus einer bestimmten Waffe mit einer best. Ladung das typische Wild gut und, bestenfalls, das stärkere oder schwächere ausreichend bedient.

Gruß DOA, 21. Oktober 2004 18:28

Welche Hämatome beeinträchtigen das Wildbret?

Eines vorweg: Die dunkle, schwarze Substanz am Foto mit der abgeschärften Schulter is kein Hämatom, sondern ganz einfach gestockter Schweiß ( am Knall verenden die Stücke ja eher selten, schweißen sollte es bekanntermaßen schon). Der Elster hätte den gestockten oberflächlichen Schweiß auch abwischen können, denn dann hätte man das eigentliche Bindegwebshämatom besser sehen können. Das sind dann nämlich die hellrosa gefärbten Flächen, die vielleicht lästig abzuschaben sind, aber kein Gramm Wildbret kosten. Ein ganz typisches, wenn auch wesentlich größeres Bindegewebshämatom sieht man übrigens sehr schön im Lutz Möller Geschoß -Bleßbock ( dort bei einschußseitigen Schulter ).

Von einem Hämatom im Muskelfleisch ist ja bei Elster keine Rede, was auch völlig unwahrscheinlich wäre.

Der fotografische Vergleich mit ausschußeitig z.B. mit einem Vulcan würde sich lohnen, denn dort würde man mit Sicherheit ein großflächiges Hämatom des Muskelfleisches sehen oder anders gesagt die Schulter wäre für die Katz oder besser für den Hund, der aber bei diesem Schuß möglicherweise arbeitslos gewesen wäre.

Wer Solids schießen will, sollte sich eben etwas mit der Wirkungsweise und den Konsequenzen beschäftigen. Erst Vulcan, dann Solid dann wieder Vulcan, dann wieder was anderes ist aber die hü und hott - Methode, bei der offensichtlich der Weg das Ziel ist.

Ob hart, ob weich,
mir ist Alles gleich!

Bevor Schorschi es wieder gebetsmühlenhaft anleiert, möchte ich dir das Lutz Möller Geschoß  als nächstes empfehlen! Bist mit dem (nach dem repräsentativen 2-Stück-Wild-Beispiel) auch nicht zufrieden, dann laß dir von Möller was nach deinem eigenen Design runterdrehen ( der macht das nämlich) und dann gibst am besten deinem Hund die Schuld, denn das Geschoß wird's dann wohl nicht gewesen sein.

Hürsch, 22. Oktober 2004 02:27

Impala auf Gelatine


Gelatineblock aus Blumenkasten, etwa 80 cm lang vor Weinkarton. Vorn ist eine Pappe eingegossen.


Gelatineblock in 100 m vom 8 mm Impala aus der 8x68S getroffen. Das Impala verlies den Gelatineblock nach etwa 35 cm nach unten und durchschlug das Brett, auf dem der Block lag. Das Geschoß verließ also seine angetragene Flugbahn nach unten.


Impala

Der zweite Schuß auf den inzwischen verkürzten Gelatineblock brachte dieses denkwürdige Bild hervor. Nun weit oberhalb des Blockes schlug das Impala quer durch den Weinkarton, hinterlies einen deutlichen Riß. Wie von der Vollkegelspitze nicht anders zu erwarten, kann das Impala nicht schulterstabil durch Wild oder Gelatine dringen, sondern verläßt sein gezielte Flugbahn unvorhergesehen. Damit wird der Schuß auf Wild zum Glücksspiel. Wer weiß den vorher, wo das Ding im Ziel hinfliegt, oder heraus, wie in diesen beiden Fällen?

Impala schlägt quer

Neben einem erbosten Leserbrief des Vertreibers des Impalageschosse in Europa über den negativen Testbericht des I-Geschosses von Herrn Klups findet sich ein Leserbrief eines erbosten Impalanutzers, einem Herrn Lorenz Moranz aus München, den ich keinem vorenthalten möchte:

"Vollmundige Werbung

Wäre der Bericht von Norbert Klups über die Impala-Geschosse etwas früher erschienen, wäre mir viel Ärger und dem Wild manches Leid Leiden erspart geblieben. Ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht , wie Sie in Ihrem Test. Bei einem Stück Schwarzwild, das ich leicht schräg beschossen habe, war der Einschuß hinter dem Blatt und der Ausschuß an der Unterseite des Stückes kurz vor dem Schloss. Das war eine Riesensauerei beim Aufbrechen. Das Geschoß verhält sich im Wildkörper völlig unberechenbar. Drei Sauen haben wir gar nicht gefunden und bei vier Stücken Rot- und Schwarzwild gab es eine längere Flucht trotz gutem Treffersitz. Alles mit .30-06 beschossen. Ich bin da den vollmundigen Werbeversprechungen aufgesessen. Das passiert mir nicht wieder, werde jetzt abwarten, bis ein Testbericht in der DJZ erschienen ist, bevor ich wieder etwas Neues ausprobiere."

Soweit Herr Moranz . . .

Safarischorsch, 23. Januar 2006 18:15

Impala mahnt ab

Heute kam diese Abmahnung Von: Schierl Helene [mailto:Helene.Schierl@bkb-partner.at] Gesendet: Freitag, 27. Januar 2006 13:26 An: Betreff: Impala Europa

<<Brief an Lutz Möller.doc>>
Helene Schierl
Sekretariat
Beck Krist Bubits &; Partner
A-2340 Mödling, Elisabethstraße 2
T +43 2236 42210-0
F +43 2236 42210-25
office@bkb-partner.at

Guten Tag Frau Schierl,

in Ihrem Schreiben oder einer Anlage vermisse ich die Legitimation, Impala, sei es nun den Europaimporteur oder den südafrikanischen Hersteller, zu vertreten.

Beiträge, die ich im Netz veröffentliche, sind sorgfältig zu zusammengestellt. Deren Herkunft ist aller Regel klar gekennzeichnet. Anders als Sie behaupten, halte ich mich mit „unsachlicher und falscher Kritik" zurück. Berechtigte Einwände will ich gern prüfen. Ich bin weder allwissend noch unbelehrbar. Also fordere ich Sie auf, einerseits Ihre Legitimation nachzureichen und andererseits ihre Behauptung zu substantiieren. Dann will ich gern darauf eingehen. Vorher geht gar nichts!

Hier geht es schließlich nicht nur um beliebige freie Meinungsäußerung, sondern vielmehr um naturwissenschaftlich beweisbare Sachverhalte. Auf dem Ohr hört Impala, wie berichtet, seit Jahren schlecht.

Einfach so, ohne vernünftige Einwände oder einen Gerichtsbeschluß, mich aufzufordern meine Inhalte abzuschalten und obendrein eine Kostennote über 350€ zu senden fruchtet bei mir nicht. Sinnvolle Einwände will ich hier gern veröffentlichen. Auch nützte ich vor Gericht gern die Gelegenheit, mich einzulassen und meine Aussagen zu beweisen. Bis dahin bleibt an Ihnen, mir Fehler nachzuweisen. Tun Sie das!

Ich kann mir vorstellen, diese Angelegenheit wird viele aufmerksame Beobachter finden☺.

Nächste Woche bleibe ich dem Netz fern. Ich sehe also Ihrer Antwort ab dem 5. Februar entgegen.

Waidmannsheil, Lutz Möller,
p. s. Ist von Ihnen alles so schräg, wie diese Photos Ihrer Kanzlei

http://www.bkb-partner.at/images/gunt1.jpg

http://www.bkb-partner.at/images/gunt2.jpg

http://www.bkb-partner.at/images/gunt3.jpg

Lieber Lutz,

meine vorherige Post war für den Unbekanten bestimmt. Somit habe ich nichts dagegen diese im LM-Portal zu veröffentlichen. Zusätzlich bin allein daran interessiert, was der Mann in Thema AWM zu sagen hat.

Noch etwas. Die Sache mit Rechtskanzlei puncto Impala. Die Kanzlei hat einen 'Klemmer' oder 'Versager' getan. So wie Ich es sehe, ist unser lieber Lutz nur Entwickler von Lutz Möller Geschoß -Geschosse, sowie Besitzer von eigener Internetpräzenz, die keinesfalls als Betriebstätte betrachtet werden kann. Lutz vertritt Lutz. Der Hersteller, sowie ein Konkurrenz-Wettbewerber heißt anders! Alles bedeutet - nichts mit Wettbewerbwidrigkeiten zu tun. Was hat die Kanzlei vor, außer 350 Euro für einseitiges Klo-Papier zu bekommen?

Gruß, Ryszard, Freitag, 27. Januar 2006

Werner Reb schrieb in der Pirsch über das Impala, Der Praktiker Reb bestätigt, was Knebuehl voraussagt: Überschlagende Impale ohne jede Schulterstabilsierung, die Reb „Bolzenstbilsierung“ nennt. Die mangelnde Wirkung mangels sehr geringem Wirkungsquerschnitt auf größere jagdliche Entfernung ist beider hohen Anfangsgeschwindigkeit besonders peinlich. Man könnte vermuten die Impala sind nur deshalb so kurz und leicht, damit sie billiger herzustellen sind. Auch die Entlarvung der weiteren Impalapropaganda erfrischt sehr.

16. Februar 2006

Guten Tag Herr möller,

würden Sie mir bitte den Preis für 100 Stk. .30-06-Lutz Möller Geschoß , 9 g schwer, nach Österreich geliefert, nennen? Ich möchte nun ihr Geschoß veruchen, da das Impalageschoß auf Rehe völlig unbefriedigende wirkte.

MgG, Klaus Beiglböck, Mittwoch, 3. Mai 2006 02:46


Moin R93,

ich würde deinen WuH Beitrag http://forum.wildundhund.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&;f=37&;t=002453&;p= zum Impala mit Dokumentation gern auf meiner Seite bringen. Wärest du damit einverstanden?

Gruß Lutz Möller, 16.06.06 15:43:23

Nein. blaser.r93@web.de, Freitag, 16. Juni 2006 16:34

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Kieferle RS

Rupert Strauß hat sich hier was ganz Schräges einfallen lassen, nämlich ein Geschoß, dessenWikung je nachdem, ob man eine Niete vorn reinstopft völlig anders wirken soll. Peter Pulver prüfte die Dinger mit Gelatinebeschuß und konnte mit oder ohne Niete keinen Unterschied feststellen. Weil aus zwar billigem, aber sprödem Messing hergestellt, bricht das Vorderteil schräg ab, so daß die Geschosse nach dem Aufprall spitz sind, so daß keine Schulterstabilisierung stattfinden kann, und die Dinger wie militärische VMS taumeln, siehe da, Kurzum: Eine jagdlich ungeeignete Niete mit schlechter Aerodynamik!

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Gerard Schultz

  • All HV bullets will show mushroom starting from 300 - 330 m/s

  • All HV bullets will be fully open from 480 to 570 m/s, depending on calibre, weight and ogive shape.

  • Longer ogives open at lower speeds than short ogives.

  • 100% mass retention will be up to 750 m/s but can be as high as 930 m/s, depending on ogive length.

  • Cylinder shape occurs from 750 - 930 m/s, depending on ogive length.

  • All HVs will assume cylinder shape above 930 m/s.

  • With HV bullets the mushroom shape also has a large flat section in the centre, not a lens shape.

Our practical observation on game is, that a cylinder shape will leave a bigger hole (4 to 6 x calibre) than actual diameter at the front of the cylinder. Remember cylinder forms between 750 - 930 m/s. Similarly, when speed is reduced to 750 m/s or less, with full retention and double calibre mushroom, we still get holes at 4 to 6 x calibre, but not as deep.

We observe, animals with double calibre mushroom and full retention with no exit hole (impact speed therefore usually less than 750 m/s ), run further than animals with exit hole and impact speed over 750 m/s (and probably cylinder shape).

GS Custom lieferte längere Zeit nicht.

Grüezi Herr Möller

Ich habe nun viel Literatur durchgearbeitet! Dabei habe ich einen Artikel im Netz gefunden, in dem bezüglich Zielballistik viele verschieden Bilder von verschiedenen Geschoss-konstruktionen aufgezeigt werden. Dabei wurde auch das GS Custom Geschoß von Gerard Schultz getestet. Im Kapitel 4. Small-Bore Bullets wird folgendes beschrieben:

. . . Perhaps the most innovative of these new monolithic designs is South African Gerard Schultz's GS Custom HV (for High Velocity). This is an evolutionary development of his earlier hollow-pointed HP design, which resembles an X-Bullet in form and function. Gerard turns these bullets from pure copper rod stock for precision. The most innovative aspect of their design is the series of ridges on the bearing surface, resembling the lube grooves on a cast bullet (though much shallower). The body of the bullet is designed to ride on the lands, with only the ridges filling the grooves of the rifling, thus significantly reducing resistance. The bullets are also designed with a high ballistic coefficient. The design theory is a tough bullet that will perform very efficiently with its kinetic energy, wasting relatively little on its own deformation, and retaining more downrange than substantially heavier bullets due to its high muzzle velocity and high BC. It was definitely efficient, penetrating as deeply as a 175 grain Nosler Partition.

The "wound" made was similar to that of an X-Bullet, except that after about 240 mm of travel the long bullet shank yawed and left a "keyhole" shaped lesion in the wet paper (I have illustrated the maximum dimension, in the orthogonal view it would be the diameter of the narrow part immediately in front of the widening). The impact velocity is quite high but this bullet is advertised as being ideal for extreme velocity applications. For that reason I was surprised that the petals on the expanded nose were torn off.

Also doch. . . Das GS-Geschoß verhält sich dann wie ein Vollmantelgeschoß. Sie haben bei einem Test ein 30 cm dicken Gelatineblock mittels 6,5 Lutz Möller Geschoß  auf 100 m beschossen. Das Geschoß ist durch wie Butter, die Deformation sieht man anhand Ihrer Bilder sehr gut. Aber meine Frage an Sie: Haben Sie einmal ein 80 cm Gelatine- oder Seifen-Block beschossen? Nicht nur 30 cm Gelatine oder 20 cm nasses Papier). Könnte es sein, daß dann das Geschoß sich auch dreht?

Allseits Waidmannsgrüße, Reto Wäger, Mittwoch, 2. Juni 2004 12:30

Herr Wäger,

Lesen Sie mal und schauen sich die Bilder in .458"-WM-Lutz Möller Geschoß -Zielwirkung an.

MfG, Lutz Möller, 2. Juni 2004,

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Reichenberg HDB

Reichenberg

Hallo Herr Möller!

auf die ersten Genauigkeitsversuche bin ich sehr gespannt! Ich lud meine 8x68S Patronen mit 4,86g N560 und dem 11,7g HDB! Das ragt 13mm in die Patrone und verdrängt ~ 0,671 cm*cm*cm Pulverraum! QuickLoad gibt mir mit diesen Eingaben mit 3.819 bar 923 m/s V0 ! Realität waren aber 855m/s ! Ich habe keinen V0-Messer aber da die Ladung sehr präzise war, konnte ich anhand der Flugbahn bis 400 m und dem BC wert von 0,275 diese V0 mit QuickTarget ermitteln! Ich verschoß auch 70,5 grs R907. Da waren erste Druckzeichen zu erkennen! Um auf die selbe V0 als mit mantelgeschossen zu kommen muß man einige Grains Pulver mehr hineingeben, steht fest, notfalls muß man auf schnellere Pulver ausweichen! Das sind meine Erfahrungen mit dem HDB!

MfG, Paul Seidl, Dienstag, 28. Oktober 2003 12:20


Ich habe mit dem 8x68S Lutz Möller Geschoß  noch kein Wild erlegt. Erste Ladungen mit Lutz Möller Geschoß  schossen auf 100 m alle unter 25 mm in die DSB Innenzehn. Abschußberichte folgen.

Sonst erlegte ich mit 9 g Reichenberg HDB vor 4,55 g N140 im November meinen 4 kg Lebensschaufler, 6 weibl. Rehwild und 4 30-95 kg Sauen Alle Stücke lagen im Knall. Die Ladung ist hervorragend genau, nämlich 5,5 cm auf 300 m bei 5 Schuß aus R93 mit 62,7cm Lauf. Bei 100 m Fleckschuß fällt die Kugel auf 300 m 16-17cm, könnten Sie daraus den BC errechnen? Ich erreiche mit 9 g HDB bei 3 Grad Celsius, Patronen aus Hosentasche, 5 Min Pause zwischen Schüssen, 1.040m/s V0 10 Messungen 1.038-1.049 m/s.

Waidmannsheil
Werner Puls, Montag, 15. Dezember 2003 19:46

LM: Der BC zu Ihren Messungen entspricht dem einer großen Schiffgeschützgranate.

Geschosse aus festem Werkstoff im Zugkaliber ohne hinreichende Entlastung erhöhen den Gasdruck erheblich, senkt die Mündungsgeschwindigkeit, heizt den Lauf und verschleißt die Felder. Die Sollbruchherstellung scheint der Grund zu sein, aus dem die Barnes X oft nicht so genau schießen. Ein aerodynamisches Heck fehlt, denn der vorhandene Kegelstumpf ist zu steil. Die Strömung reißt infolgedessen ab.

Das HDB scheint wundballistisch zu befriedigen. Die Aerodynamik ist schlecht. Daher ist es für weite Schüsse nicht geeignet. Muster waren untermaßig, also nicht genauigkeitsförderlich, allenfalls für die Waldjagd auf nahes Wild geeignet.


Vor rund 2 Jahren habe ich von Reichenberg 50 dieser Geschosse aus der Vorserie (Versuchsserie) zu Prüfzwecken bekommen. Diese Geschosse waren noch unbeschichtet. Ich habe damit zunächst einige Probepatronen (.308" Win.) laboriert. Schließlich wurde dann das KUHS mit der gleichen Treibladung wie das HDB laboriert. Für mich war kein Unterschied zum normalen 168 gr HDB erkennbar. TPL war in meiner R93 bei HDB und KUHS trotz der etwas unterschiedlichen Geschoßform identisch. Die Streukreise sind bei beiden Geschossen sehr gut, und zuverlässig unter 3 cm zu halten (ummessen).

Insgesamt wurden von mir dann 5 Stück Rehwild und ein Überläufer mit den KUHS erlegt. 4 der Rehe wurden mit Kammertreffern erlegt und ich habe dann Fluchten zwischen 20 und 60 m gehabt. Das 5. Reh habe ich aufs Blatt getroffen und es lag dann auch am Anschuß. Das Überläuferchen (28 kg) lag mit Blattschuß ebenfalls am Platz. Alle Schüsse erfolgten auf unter 100 m Schußweite.

Meine derzeitige „Gesamterkenntnis” zu den HDB´s sieht zusammengefaßt so aus, daß die Fluchten im Vergleich zu normalen TM etwas weiter geworden sind, die Entwertung dafür deutlich geringer. Auffällige Unterschiede bei der Wirkung auf Wild konnte ich zwischen HDB und KUHS bis jetzt nicht feststellen.

Weihei, Wurzelsepp, erstellt 8. Februar 2005 08:18 aus dem W u H Forum

Hubert Beyer teilte im Januar 2004 fernmündlich mit, er habe die HDB auf Drückjagden versucht, weil ihm im Selbstlader „die Lutz Möller Geschoß  dafür zu schade gewesen seien ”. Die getroffen Sauen seien aber allesamt noch 150 - 200 geflüchtet. Daraufhin werde er keine HDB mehr einsetzten. Die Fluchtstrecken seien ihm zu weit.

Aus dem WuH-Platz

Hier geht es um das durchaus ansprechliche Reichenberg Drückjagd Magnum Geschoß (Konstruktion 9 ) in 8 mm 12,7g. Nachdem ich 50 Stück orderte, einige mit der empfohlenen Ladung prüfte, die Streukreise überraschend gut fand, benutze ich es inzwischen als Standardgeschoß für Schwarzwild. Da hier derzeitig die Ernte/Stoppeljagd läuft, hatte ich in den letzten Tagen sieben Sauen zwischen 35 und 68 kg zu versorgen und stellte fest, daß es nur einmal so etwwas wie einen Ausschuß gab (Splitter). Nun gut, die Stücke liegen halt ziemlich rasch (nach 0 bis 40m) bei Blatt/Hochblatt-Schüssen aber von einer Schweißfährte zu sprechen wäre glatt übertrieben. Den kalibergroßen Einschuß muß man suchen, kein Tröpfchen Schweiß kommt da raus. Die recht kurzen Fluchten sind echt klasse und liegen bei mir etwas unter dem Durchschnittswert von Teilmantelgeschossen (Alaska, Vulkan). Die Entwertung ist minimal und nur einschußseitig, jedoch beschleicht mich der Gedanke, wenn doch mal ein Stück weiter ginge, würde ich es ohne Schweißhund wohl nur zufällig finden.

An der Kirrung neben der Fichtendickung werde ich wohl was anderes nehmen (müssen)?!

Die eigentliche Frage , die mich beschäftigt, ist, ob man durch Verringerung oder Erhöhung der Geschoßgeschwindigkeit doch noch zu Ausschuß kommen kann. Mein Kaliber ist 8x57JRS, die Ladung besteht aus 3,24 g gr R903. Eine v-Messung habe ich nicht gemacht. Das HDB-Drückjagdgeschoß zerlegt sich lt. Hersteller in drei große Splitter und den Restkörper, was ich durch die beobachtete Splitterwirkung am Aufbruch nachvollziehen kann. Leider schießt der Restkörper nicht aus und berührt oft nicht mal die andere Körperseite. Allerdings muß das Stück die volle Energie schlucken, nicht das Hinterland. Eure Erfahrungen/Meinungen bitte !

Waidmann's Heil vom Harzjäger ! 20. August 2005 16:17

Zitat: Original erstellt von Harzjäger:

Ansonsten keine Tips, ob sich über die Geschoßgeschwindigkeit was machen läßt?
Spricht es so schnell an, weil es zu schnell ist?

Die Kräfte vorne im Staubereich des Geschosses wachsen quadratisch mit der Geschwindigkeit an. Die Zerlegung läßt sich also gut über die Auftreffgeschwindigkeit beeinflussen. Wenn sie dann allerdings so gering ist, daß trotz entsprechender Konstruktion des Geschosses keine Zerlegung mehr stattfindet, spricht man vom "Vollmanteleffekt".

Viel Erfolg wünscht, capreolus. 21. August 2005 09:54

QuickLoad und Quick Target sagen:


Patrone  : 8 x 57 IRS
Geschoß  : 9g RBG HDB Universal
Patronenlänge L6   : 72.00 mm
Lauflänge  : 600.0 mm
Pulver   : Rottweil R903

Diff  Füll. Ladung  v0   E0   Pmax  Pmünd  Abbrand  D_Zeit
 %   %  Gramm  m/s   Joule   bar  bar  %  ms
+00,0  100  3,240  833  3124  2528  508   91,7  1,241  
Schußtafel bei Army Std.METRO Atmosphäre

 Waffe / Munition   : 8 x 57 IRS
 Geschoßtyp   : .323, 139, RBG HDB Universal
 Geschoßgewicht   : 139 Grains oder 9,01 Gramm
 V0   : 833 m/s
 Seitenwind   : 4 m/s 
 Visierkorrekturfaktor (MOA/Klick): 0,344
 Ballistische(r) Koeffizient(en) (G1): C1=0.203@V>0 m/s;

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 Entfernung  50 m  100 m  150 m  200 m  250 m  300 m  350 m  400 m  450 m  500 m 
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 170 m   GEE   -4,8   -5,1   -1,7   +3,0   +9,0  +16,1  +24,6  +34,7  +46,6  +60,3   
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Geschw.   m/s   761,3  693,2  628,7  567,5  511,0  458,8  412,7  373,3  342,2  319,0   
Energie   Joule  2611,2   2164,8   1780,5   1450,9   1176,6  948,2  767,2  627,8  527,7  458,5   
Windabweich.   cm   1,2  5,1   12,2   22,5   37,6   56,9   81,4  111,5  147,3  188,3   
Korrektur   MOA/m/s   0,191  0,393  0,626  0,864  1,157  1,458  1,788  2,144  2,518  2,895   
Flugzeit  s   0,063  0,131  0,207  0,290  0,384  0,487  0,602  0,730  0,870  1,021

Das bedeutet, das o. a. Reichenberg HDB zerlegt sich bereits bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten, in 50 m Entfernung schon bei 761 m/s. Damit ist es nicht besser als die Bleierne Sippe der schnellen Platzer. Ich kann nicht verstehen, warum ein Festgeschoß teuer gedreht wird, wenn es dann wie ein billiges Bleigeschoß wirkt. Der Aufwand ist doch für die Katz'! Dabei ist das HDB-Ding schon so langsam, daß es als wegen zu großer erforderlicher Vorhaltewinkel als Drückjagdpatrone unbrauchbar ist. Das geht alles besser, viel besser!


Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin vor einem Jahr beim Stöbern im Internet auf Ihre Seite gekommen, und bin seitdem regelmäßig dort.

Ich führe unter anderen eine R93 im Kaliber 8x68 S und jagte damit in letzter Zeit mit dem Reichenberg 11,7 g HDB. Trotz Kammertreffern gingen alle beschossenen Rehe und Sauen noch bis 70 m weit. Außerdem schweißten die Sauen trotz Kammertreffer fast überhaupt nicht.

Mit freundlichen Grüßen, Florian G., Mittwoch, 31. August 2005

Hallo Herr Möller,

mittels Telefon kann man - wie festgestellt - doch eine Menge mehr besprechen, auch wenn die Zeit nur so verfliegt. Vielen Dank für Ihr doch vorhandenes Interesse an meinen Erfahrungen und die telefonische Kontaktaufnahme.

Anbei - wie zugesagt - ein paar Bilder nebst Bericht zum HDB. Ich kann mir vorstellen, daß Sie diese gut auf Ihrer Seite unterbringen können. Aber wohl gemerkt: Hierbei handelt es sich nur um die HDB-Abschußberichte, bei denen ich die Geschosse bergen konnte. Ein Wechsel auf das 9 g HDB (Kemira N 135; 3,36 g ) erbrachte die gleichen Resultate aus meiner 8x57IS (kein Anschuß, Pirschzeichen, wenig Schweiß, starke Hämatome und Blutergüsse, immer Fluchtstrecken).

Kurioserweise ist die Wirkung aus der .30-06 (10,7 g, Kemira N 160; 3,23 g) eine ganz andere. Alle Rehe liegen damit bei geringer Zerstörung und wenigen bis vertretbaren Hämatomen am Anschuß.

Fazit: auch das HDB braucht höhere Zielgeschwindigkeiten, um Augenblickswirkung zu erzielen. Wenn Wild flüchtet und keine Löcher zum Ausschweißen vorhanden sind, dann wird es immer starke Blutgerinnsel, -ansammlungen unter den Blättern geben. Diese Aussage trifft jedoch auf jedes Geschoß zu – auch auf das Lutz Möller Geschoß .

Mit freundlichen Grüßen, Friedhelm Bode

  1. Fertig 8x57IS geladene Patrone , Geschoß: HDB-Jagd, 11,7g Pulver: 3,23g Kemira N 140, 49,9 Das nackte Geschoß ist 32,5 mm lang, inkl. Aluminiumhaube auf (~ 31,0 mm ohne Aluminiumhaube). Von der Geschoßspitze bis zum Übergang zum Zylinder ist die Kegelspitze ~ 9,2 mm lang, inkl. Aluminiumhaube auf (~ 7,7 mm ohne Aluminiumhaube). Die Bohrung ist ~ 10,7 mm tief. Die Geschosse mit den Nr. 2, 3 und 4 stammen aus der gleichen Serie und konnten nach dem praktischen Einsatz geborgen werden. Als Waffe diente eine Repetierbüchse Modell 98 mit einem 60 cm langen Heym-Lauf.

  1. Mit dem HDB-Geschoß Nr. 2 wurde am 15. Januar 2003 auf ~ 100 m ein einzelnes stärkeres Schwein am Rand einer Wildwiese im Gegenhang beschossen. Das breitstehende Stück zeichnete nicht und ging flüchtig (allerdings in „hoppelnden Fluchten“) nach rechts im Halbkreis zurück zur dahinter liegenden Waldkante. Unmittelbar vor der Waldkante brach es in der Fährte zusammen, schlegelte noch kurz und verendete. Nach erfolgter Anschußprüfung konnten keinerlei Pirschzeichen bis zum dahinter liegenden Kugelriß im Boden gefunden werden! Durch Sonneneinwirkung lag im Anschußbereich leider kein Schnee mehr. Dennoch bildete eine abgestorbene, hellfarbende und größtenteils plattliegende Altgrasschicht einen hervorragenden Untergrund. In Kenntnis der genauen Fluchtfährte ging ich diese aus. Nach ~ 7 – 8 m fand ich die ersten wenigen Schweißspritzer in und beidseitig neben der Fluchtfährte. Ab hier waren diese Schweißspritzer dann regelmäßig ~ alle 2,5 m, jedoch nur in geringem Ausmaß vorzufinden (stammten vermutlich aus dem Gebräch des flüchtenden Stückes). Die Fluchfährte insgesamt betrug rd. 20 m. Ein- und Ausschuß des 70 kg aufgebrochen Stückes saßen knapp hinter den Blattschaufeln. Der Einschuß war von außen nicht sichtbar, der Ausschuß nur kalibergroß, mit Wildbret zugesetzt und erst nach längerem Abtasten zu finden.. Ein- und Ausschuß lagen je auf einer Rippe. Die Größe des Schußkanales auf den Rippen war einschußseitig nur kalibergroß und auf der Ausschußseite mit einem 20 Cent-Stück zu vergleichen. Beide Lungenflügel waren bei relativ kleinem blutunterlaufenen Schußkanal (~ 1 Euro-Stück groß) im Ansatz durchschossen. Etwa die obere Hälfte des Herzen fehlte vollständig (durchschossen). Nach dem Lüften der Blätter konnten zwischen den Blattschaufeln und den Rippenbögen starke flächendeckende Hämatome festgestellt werden. Zu etwaigen Hämatomen unter der Schwarte kann nichts ausgesagt werden, da das Stück nicht selber sondern durch das Forstamt vermarktet wurde. Nach dem Versorgen des Stückes habe ich mit den Fingern den Schußkanal in dem leicht gefrorenen steinigen Oberboden ertastet und bin diesem durch Wegbrechen der Erdkruste nach oben bis zum Geschoß gefolgt. Der Schußkanal war rd. 50 cm tief. Das Geschoß saß in Flugbahnrichtung am Ende des Schußkanals wie auf den Fotos abgebildet. Das Geschoß sprach im Ziel augenscheinlich nur sehr gering an. Die nur leicht aufgepilzten Fahnen rissen vermutlich während des Eindringens in den gefrorenen steinigen Boden ab. Das Geschoß weist ansonsten keinerlei Stauchung auf. Das Restgewicht beträgt bei 27,0 mm Länge 11,2 g = 96,1 %) . Die im Geschoß verbliebene Bohrung ist noch 6,7 mm tief, d.h. das Geschoß pilzte in beiden Zielmedien insgesamt nur ~ 4,0 mm aufgepilzt.

    Das Geschoß sprich zu wenig an. Das HDB wirkte im besagten Fall fast wie bei einem Vollmantelgeschoß. Kein Anschuß war zu finden!

    Schlußfolgerung: Der Werkstoff ist Material viel zu hart - zäh, oder das Geschoß war viel zu langsam.

  2. Mit dem HDB-Geschoß Nr. 3 wurde am 15. Januar 2003 auf ~ 130 m ein einzeln ziehendes schwaches Rotwildkalb auf einem schmalen Holzabfuhrweg beschossen. Das breitstehende Wildkalb zeichnete nicht und ging flüchtig nach links in die angrenzende Lärchendickung. Nach geprüftem Anschuß konnten keinerlei Pirschzeichen gefunden werden! Im vorhandenen Altschnee stand lediglich die eindeutige Fährte des Stückes und dessen flüchtiger Abgang in die Lärchen. Diesem folgend konnten erst nach gut 10 m die ersten wenigen Schweißspritzer in und beidseitig neben der Fluchtfährte entdeckt werden. Ab hier waren diese Schweißspritzer dann regelmäßig etwa alle 4 m, aber nur in geringem Ausmaß und nur Dank des Altschnees deutlich vorzufinden (stammten vermutlich aus dem Äser des flüchtenden Stückes). Nach gut 30 m stand ich vor dem verendeten Stück (30 kg aufgebrochen). Ein- und Ausschuß saßen knapp hinter den Blattschaufeln. Der Einschuß war von außen nicht sichtbar, der Ausschuß nur kalibergroß und mit Wildbret zugesetzt. Ein- und Ausschuß trafen jeweils eine Rippe. Der Schußkanals auf den Rippen war einschußseitig nur kalibergroß und auf der Ausschußseite mit einem 20 Cent-Stück zu vergleichen. Beide Lungenflügel warenbei relativ kleinem blutunterlaufenen Schußkanal (~ 1 Euro-Stück groß) im Ansatz durchschossen . Etwa das obere Drittel des Herzen fehlte vollständig (durchschossen). Nach dem Lüften der Blätter konnten zwischen den Blattschaufeln und den Rippenbögen starke flächendeckende Hämatome festgestellt werden. Zu etwaigen Hämatomen unter der Decke kann nichts ausgesagt werden, da das Stück nicht selber sondern durch das Forstamt vermarktet wurde. Nach dem Versorgen des Stückes wurde erneut zwischen dem eindeutigen Anschuß und dem inzwischen ~ 20 m dahinter gefundenen Kugelriß im Boden nach Pirschzeichen gesucht. Das Ergebnis war gleich Null. Nun ertastete ich mit den Fingern den Schußkanal in dem leicht gefrorenen steinigen Oberboden und folgte diesem durch Wegbrechen der Erdkruste nach oben bis zum Geschoß. Der Schußkanal war rd. 60 cm tief . Das Geschoß saß in Flugbahnrichtung am Ende des Schußkanals wie auf den Fotos abgebildet. Das Geschoß sprach im Ziel augenscheinlich nur sehr gering an. Die nur leicht aufgepilzten Fahnen sind vermutlich während des Eindringens in den gefrorenen steinigen Boden abgerissen. Das Geschoß wies ansonsten keinerlei Stauchung auf. Das Restgewicht betrug bei einer 27,9 mm Länge 11,4 g = 98 %. Die im Geschoß verbliebene Bohrung ist noch 7,6 mm tief, d.h. das Geschoß pilzte in beiden Zielmedien insgesamt nur ~ 3,1 mm auf.

    Das Geschoß sprich zu wenig an. Das HDB wirkte im besagten Fall fast wie bei einem Vollmantelgeschoß. Kein Anschuß war zu finden!

    Schlußfolgerung
    : Der Werkstoff ist Material viel zu hart - zäh, oder das Geschoß war viel zu langsam.

  3. Mit dem HDB-Geschoß Nr. 4 wurde im Sommer 2004 anläßlich eines Anschußseminares für Schweißhundeführer ein angehender Überläufer (~ 30 kg aufgebrochen) beschossen. Zu diesem Zweck wurde das bei einem Verkehrsunfall angefallene und nicht mehr zu verwertende Stück mit Drähten aufrecht hängend knapp über dem Erdboden an einem Holzgestell befestigt (also relativ realitätsbezogen). Nachdem diverse Anschüsse an immer verschiedenen Stellen im Laufe des Vormittags produziert und anschließend von der gesamten Korona penibelst angesprochen wurden, sollte zum Abschluß die „anschußtechnische“ Wirkung eines Vollmantelgeschosses präsentiert werden. In Ermangelung eines derartigen Geschosses (leider einzustecken vergessen) bot ich gern eine meiner fertigen HDB’s an. Trotz z. T. erheblicher Skepsis der anwesenden Schweißhundeführer, sagte ich eine vergleichbare Wirkung wie bei einem Vollmantelgeschoß voraus. Hinter der „aufgebauten“ Sau wurden auf ~ 2,5 m Breite und 3,5 m Länge weiße Bettlaken auf dem Erdboden ausgebreitet. Dahinter (nach 3,5 m) befanden sich in senkrecht hängender Weise ebenfalls Bettlaken (~ 2,5 m breit und 2,0 m hoch). Ich bat den Schützen ausdrücklich, er möge voll auf beide Blattschaufeln zielen, um einen entsprechenden Zielwiderstand mit Knochen aufweisen zu können. Anschließend wurde die Sau auf ~ 10 m Entfernung an genau der besagten Stelle stehend freihändig beschossen. Unmittelbar im Schuß konnte man ~ 1,5 m hinter der Sau den Kugelriß im Boden deutlich erkennen, indem eine Art Dreieck in das Bettlaken gerissen wurde, das zu der der Sau abgewandten Seite umklappte. Das Ganze wurde von aufspritzenden Bodenmaterial begleitet. Der Schuß saß nach dem Abtasten der Sau wie gewünscht mitten auf beiden Oberarmknochen, optisch jedoch kaum wahrzunehmen. Das Dreieck auf dem Bettlaken markierte gleichzeitig das Ein- und Ausdringen des Geschosses in den Boden, denn das Geschoß lag unmittelbar dahinter auf dem Laken. Was war geschehen? Auf Grund der scheinbar sehr oberflächennah anstehenden Gesteinsschichten (Kalkstein im Weserbergland) unterhalb der Humusschicht an dieser Stelle traf das Geschoß unmittelbar nach dem Eindringen in den Boden auf diese Steine, überschlug sich und wurde wieder herauskatapultiert (so konnte ich mir das Geschoß herauszubuddeln sparen!). Auf allen am Boden liegenden Bettlaken konnten weder Schweiß, Schnitt- oder Rißhaare noch Wildbret- bzw. Knochenreste gefunden werden. Lediglich in der linken Ecke des senkrecht hängenden Lakens hing in ~ 1,8 m Höhe ein kleiner ~ 4 mm großer Wildbretfetzen. Das war alles!!! → Ein „Traum“ für jeden Jäger und Schweißhundführer und volle Bestätigung meiner bisher mit diesem Geschoß gesammelten Erfahrungen. Das Restgewicht dieses Geschosses betrug 11 g = 94 % bei 24,7 mm Länge. Das Geschoß begann sich zwischen dem Pilz und dem ersten Führungsring leicht aufzustauen. Die im Geschoß verbliebene Bohrung war immer noch 4,4 mm tief, d.h. das Geschoß pilzte in beiden Zielmedien rd. 10 m Entfernungi nsgesamt nur auf 6,3 mm auf .

    Das Geschoß sprich zu wenig an. Das HDB wirkte im besagten Fall wiederum fast wie bei einem Vollmantelgeschoß

    Schlußfolgerung
    : Der Werkstoff ist Material viel zu hart - zäh, oder das Geschoß war viel zu langsam.

Friedhelm Bode, 1. September 2005

LM: Das HDB-Geschoß Nr. 5 zeigt vorn deutliche Gesteinsspuren. Vielleicht sollt Reichenberg das HDB an Hilti, Würth oder sonst ein Unternehmen in der Befestigungstechnik verkaufen, damit die damit Regale in Kalksandsteinwände dübeln, oder so! Hubert Bayers Erfahrungen sind nun erklärt.

Reichenberg KUHS

Dieses bleifreie Kupferhohlspitzgeschoß steuert das Deformationsverhalten über die Materialhärte in Verbindung mit einer Stufenbohrung ohne Deformationsstarter. Das KUHS ist nicht ganz so flexibel wie das Universal HDB, jedoch deutlich besser als herkömmliche Teilmantelkonstruktionen und vergleichbar mit den besten Zweikammergeschossen, die auf dem Markt sind. Ziel dieser Entwicklung ist, durch ein weniger aufwendiges Herstellungsverfahren ein kostenoptimiertes Jagd- und Sportgeschoß für alle gängigen Jagdpatronen herzustellen. Das KUHS ist keinesfalls ein billiger Abklatsch des HDB, sondern eine neue und völlig eigenständige Entwicklung. Erste Ergebnisse aus der Praxis bestätigen das.

Achtung: Zur Zeit noch nicht im Verkauf. Verschiedene Kaliber sind in der Testphase.

. . . schrieb der Hersteller 2006

Hallo Herr Möller,

gut, daß die Lutz Möller Geschoß -Lieferung unterwegs ist!

Ich habe meine HDB aufgebraucht und in den in den letzten Wochen erstmals Reichenberger KUHS verwendet, die ich schon länger liegen hatte um diese auch noch aufzubrauchen.

Ich habe jetzt 4 Sauen von 13 bis 60 kg mit KUHS 10,9g .30-06 „be“- bzw. „ge“schossen und bin trotz guter Kammertreffer nicht mit einem Schuß je Sau, bis auf den 13 kg Frischling der noch gut 50 m bergauf in unwegsamen Gelände rannte und dann erst liegen blieb, ausgekommen. Zwei Sauen habe ich endliche mit je 3 Schuß und 1 Sau mit 2 Schuß erlegt - dann war da noch ein Krellschuß bei dem die Sau mit jedem anderen Geschoß auch liegen geblieben „wäre“. Ich kam nach ausreichender Wartezeit bisher immer (Ausnahme war der Frischling) an ein noch lebendes Stück und jedesmal waren Fangschüsse nötig.

Herr Möller, jetzt ist es genug - so etwas ist mir noch nie passiert, habe ich noch nicht erlebt oder sonst wo gehört! Ich schieße jährlich ~ 20 - 30 „Ansitz“Sauen und denke zu wissen wovon ich rede. Die ausführlichen Geschichten dazu würden allerdings den Rahmen sprengen - können wir ggf. gern mal am Tel besprechen. Die KUHS haben meiner Meinung nach keine Wirkung. Die Sauen wollen damit nicht sterben, jedenfalls nicht innerhalb der nächsten 30 - 60 min nach dem Schuß. Obwohl die Ladedaten eingehalten wurden, gehe ich davon aus, daß die Kugeln lediglich ein Loch machen, ähnlich Vollmantel, ohne größere Wundwirkung zu haben. Da ich aus gleicher Büchse die normalen HDB zu meiner Zufriedenheit eingesetzt habe und mit der Wirkung absolut zufrieden war, bin ich jetzt umso mehr verwundert und der Auffassung das KUHS als Konstruktionsfehler zu bezeichnen. Von den enormen Blutergüssen die alle Stücke hatten, vermutlich durch die noch lange Lebensdauer nach dem Schuß, gar nicht zu sprechen.

Es ist für mich nicht weiter vertretbar mit diesen „Dingern“ auf Schwarzwild zu jagen, so daß ich diese z. Zt. eingestellt habe. Ich denke auch andere Jäger sollten davon erfahren, und wenn überhaupt, dann zunächst nur sehr vorsichtig das KUHS prüfen. Einen Hund sollte man allerdings als zur eigenen Sicherheit nach dem Schuß zur Verfügung haben. Falls jemand andere Berichte zum KUHS hat oder Sie noch etwas dazu sagen können, bitte. Evtl. liegt's ja doch am Lauf oder hab ich 5 mal hintereinander wirklich nur Pech mit der Wirkung gehabt oder oder, . . .

Ich freue mich jetzt umso mehr bald ihre Lutz Möller Geschoß e versuchen zu können.

Viele Grüße und frohe Ostern, F. S., Donnerstag, 13. April 2006 11:45
p. s. Falls Sie diese Mail auf ihre Seite stellen, wovon ich ausgehe, bitte ohne Signatur.

Tag Herr S.

Ihre Bericht verwundert nicht. Schauen Sie sich die Beispiele in KDG oder Zerleger an. Selbst das Reichenberg-KUHS-Bild allein würde schon langen. An andere Stelle schrieb ich bereits im Oktober 2005 „Kupferdeformationsgeschosse sind eine Fabel“. Das sieht man auch bei den entsprechend angepriesenen Lapua Naturalis, die natürlich auch die Physik nicht überlisten können. Kupfergeschosse, ganz gleich wie die gebaut sind, deformieren nur in einem sehr kleine Geschwindigkeitsbereich, oder für den Jäger praktisch übersetzt, in eine kleinen Entfernungsbereich der jeweiligen Patrone, Ladung und Waffe. Darunter öffnen die nicht. Darüber platzen die weg. Eine Stufenbohrung ändert daran wenig, wie man oben im Reichenberg-KUHS-Bild sieht. Im dritten Teil von link platzt der Bereich um die größer Bohrung weg. Der ist aber zu klein, um angemessenen Wirkungsquerschnitt zu erzeugen. Das vierte Teil von links sieht wie ein Pilz aus, aber auch der liegt im Wirkungsquerschnitt unter vergleichbaren Lutz Möller Geschossen. Erst das ganz rechte Teil verspricht hinreichende Wirkung. Bei der Geometrie tritt diese Zerlegung aber erst bei sehr hohen Geschwindigkeiten ein. Die Bilder zeigen also aufgetroffene KUHS mit von links nach rechts steigender Auftreffgeschwindigkeit. Sie zeigen auch, daß KUHSwirkt je nach Auftreffgeschwindigkeit mal gar nicht, mal als Deformator, mal als Platzer, ganz nach Umständen. Ein verläßliches Jagdgeschoß ist etwas anderes. Das soll in jedem Falle möglichst gleich wirken. Eben das Ziele verfehlt das Reichenberg-KUHS. Ein gutes Jagdgeschoß kommt mit einem nur einem Bild im Ziel aus!

Nun soll niemand behaupten, man könne keine verläßlichen Deformatoren bauen. Das MEN-SFS liefert seit nunmehr 30 Jahren den tatsächlichen Gegenbeweis. Allerdings ist es auch nicht aus billigem E-Kupfer, wie vermutlich das KUHS, sondern aus einer teuren und schwer zu bearbeitendem Sonderlegierung, die mit dem MEN-SFS zudem stark den Lauf verschmiert.

Ich fuhr mit meinen auf schwedischen Wunsch entworfenen KDG in drei Patronen im Kupferwinter 05 nach Finnland um die zu prüfen. Dank gutem Verständnis der Zielphysik zu platzenden Hohlspitze, der Tiefenwirkung und des Wirkungsquerschnittes sowie der Aerodynamik kann ich neben den Flugbahnen die zu erwartende Ziel- und Wundwirkung vorhersagen, bevor auch nur ein ein Schuß gefallen ist. Soweit mir bekannt ist, kann oder tut das kein sonstiger Geschoßhersteller. Ich gebe den anfänglichen Wirkungsquerschnitt und die Tiefenwirkung auf Fleisch und Knochen ja in den Ladungen für die gängigen Patronen ja auch an. Das vermisse ich bei allen andern Herstellern. Ich vermute mal, die können oder wollen das gar nicht. Ob Reichenberg das nicht kann oder will, möge jeder selbst beurteilen. Ich halte mich das zurück. Sein Warnung „Achtung: Zur Zeit noch nicht im Verkauf. Verschiedene Kaliber sind in der Testphase.“ Sollte nach dieser Nichtsnutzkatastrophe wohl besser lauten „Mangels Funktion eingestellt!“ .

Ich weiß schon, warum ich das Lutz Möller Geschoß  so baue, wie es ist. Werkstoff- und weitere physikalische Grenzen legen das eben nahe. Ich habe mir das Ding nicht ausgedacht, sondern gemäß den wirkenden Massen und Kräften entworfen, dabei für die üblichen Patronen und Schußweiten ausgelegt um von 0 bis 300 m Einheitsgeschosse ohne Sorgen zum schlichten „D'raufhalten und Schluß ist!Das Lutz Möller Geschoß  wurde unbedingt nach Leistungsanforderungen entworfen, nicht wie das KUHS, wie Reichenberg schrieb, als ein „kostenoptimiertes“. Am Ende bekommt man immer, was man bezahlt. So auch hier. Große Spanmengen und teurer Sonderwerkstoff bedingen ein hohen Preis für das Lutz Möller Geschoß . Seine verläßlich überlegenen Leistungen (Genauigkeit, Flugbahn, Wirkung) sollte den allemal rechtfertigen. Wieviel machen denn die Geschoßkosten an einem Jagdtag aus? Alles andere (Revierkosten, Pacht- oder Abschußgebühren, Fahrtkosten, Verpflegung) tragen erheblich mehr zu den jagdlichen Betriebskosten bei, als die eine „Kugel“ für das Tier, daß, wenn es schon für uns sein Leben lassen muß, weil wir es essen wollen, im Gegenzug waidgerechte Behandlung erwarten darf. Das heißt eben nicht nach einem Schuß noch 30 - 60 Minuten zu leiden, um dann mit einem Fangschuß endlich erlöst zu werden. So zu töten ist meiner Meinung nach nicht, waidgerecht, wenn sonst Tiere, richtige Zielwahl und sauberer Treffer vorausgesetzt, binnen 30 - 60 Sekunden sterben (Faktor 60!), oder oft noch schneller, siehe Fluchtstrecke. Die beobachten starken KUHS-Blutergüsse sprechen eine deutliche Sprache. Sie zeigen wie lange sich die sterbenden Tiere mit noch schlagendem Herz, das Blut durch die Verletzungen in Gewebezwischenräume pumpte, quälten vom Leben zum Tode zu kommen, der dann trotz zweier bis dreier Reichenberg-KUHS noch einen weiteren Fangschuß erforderte. Neben der zu vermeidenden Tierquälerei ist das auch unter Kostengesichtspunkten Quatsch. Drei Schüsse + Fangschuß sind alle mal teurer als ein einziger Lutz Möller Geschoß schuß. Mal davon abgesehen daß ich, seit ich mit Lutz Möller Geschoß  jage, mir meist spare ein eigene schwere Fangschußwaffe (Dirty Harry) mit herumzuschleppen. Klaus Rechtacek, der früher auf seinen 30 - 40 jährlichen Drückjagden (Siehe Jagdgeschichten) alle Tiere zur Sicherheit immer zweimal beschoß, ist nach dem Umstieg auf Lutz Möller Geschoß munition, weil nicht mehr notwendig, davon abgekommen, denn er weiß: Ein einziges Lutz Möller Geschoß  langt sicher zu töten!. Was soll man da noch zufügen?

Bloß weil jemand ein Drehbank bedienen kann, fällt ihm damit nicht automatisch vom Himmel die Fähigkeit zu, waidgerechte Jagdgeschosse zu entwerfen!

Lutz Möller, 13. April 2006,

HDB von Skadi/Reichenberg

Hallo Herr Möller,

ich bräuchte .308"-Win.-Lutz Möller Geschoß -Hochdruckleistungspatronen für weite Schüsse bis zum 1. Mai, damit Einschießen etc. auch noch klappt, aber wenn die Leistung mit dem anderen Pulver nicht so sind wie sie mit dem belgischen Kugelpulver wären, würde ich einfach eine andere Waffe statt der stabilen K95 mitnehmen. Zu warten ist besser als faule Kompromisse einzugehen. Ungarn wäre nur eine bester Prüfort, da ich dort erfahrungsgemäß 8 - 10 Stück Rehwild bis 300 Meter erlegen werde.

Aber lieber warte ich und nehme die .270" WSM mit, dort schieße ich HDB von Skadi/Reichenberg mit mäßigem Erfolg.

MFG Sven Dörfler, Samstag, 15. April 2006 07:50

Tag Herr Dörfler,

was bedeutet denn „mäßiger Erfolg“. Woran mangelt es der Skadi-Munition, dem Reichenberg-HDB-Geschoß, denn aus Ihrer Sicht?

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Hallo Herr Möller,

Handy ist abgehört. Das geht so in Ordnung. Sie melden sich wieder. Ich habe bei den HDB immer wieder Ausreißer dabei, die ~ 4 - 5 cm höher fliegen als normal dabei. Abhängig von der Trefferlage habe ich manchmal Schweiß wie aus der Gießkanne, aber manchmal auch gar keinen. Die Blaser AccuBond gehört auf kleines Wild, wie es Gamsen darstellen verboten, da sie mir schon zweimal durch Gamsen durchgeflogen ist ohne sich zu öffnen, wie Vollmantel, ohne ausreichenden Wundkanal und somit ohne nennenswerten Schweiß. Manche Stücke sind wie von einem Hammer auf den Kopf getroffen zusammengebrochen und verendet, manche liefen einfach weiter. Die HDB veränderte das Bild nur hinsichtlich der Fehlschüsse. Mit 8,4 g Winchester Silvertip kam ich noch am besten zurecht, kaum Fluchten und kaum größere Streukreise als 22 mm.

Auf die Lutz Möller Geschoß  bin ich schon gespannt, aber bevor ich die für mehrere Waffen bestelle, will ich eben in meinem Haupt- und Fleischgewehr, der .308" Win. versuchen wie sie wirkt.

MFG Sven Dörfler

Zunächst gilt erst mal Verschiedene Treffer → verschiedene Wirkungen! Man beachte zusammenhängende Zielwahl und Fluchtstrecke! Der wild ballern muß (muß man das je?) rechne mit dem Weichschußrechner.

Am Telefon wurde er dann noch etwas deutlicher. Herr Dörfler jagt auf der Alb, einem Gelände mit vielen Tälern. Daher hat er gar keine Lust aus Sauen, denen er nach dem Schuß nachlaufen und die dann zwei Berghänge wieder hochziehen muß. Ihm sind Zwei Kilogramm zerschossenes Wildbreit und ein fehlendes Blatt lieber als ein Stunde Nachsuche. Von daher erklärt sich auch die Aussage zur windelweichen Winchester Silvertip, die eben viel kaputt haut; mehr als nötig, wie ich meine. Er wünscht sich endlich mal ein Kupfergeschoß mit dem er ein Reh hinters Blatt in die Lunge schießen kann, ohne daß es rennt. Genauigkeit muß natürlich auch sein.

Die Reichenbergschen HDB Drückjagdgeschosse, sollen wohl auf Sauen gut wirken, ein Umstand den er lobt, aufzubrechen würde er die auch noch gern, aber verwerten lieber nicht. Die Sauerei sei ihm dann doch zu groß. Außerdem sollen die nicht bei Drückjagden mit den Sauen vor dem Hund geschossen werden, weil die fürchterlich in alle Richtungen splittern würden, daß kein Hund in der Nähe der Sau davor sicher sein. Auf der Alb, wenn er sicher in den Gegenhang als Kugelfang schösse, möge das noch angehen, aber in der ungarischen Weite seien die zu gefährlich, sagte er.

Lutz Möller, Ostersamstag 2006,

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Balle GPA

  1. The boat tail design reduces air drag. This allows the bullet to better retain its velocity for better terminal performance.

  2. the core of the GPA bullet The core weighs from 60% to 75% of the bullet.

  3. The specially designed driving belts provide maximum rotational stability while reducing copper fouling. Their depth perfectly matches the diameter of the bottom of the rifling grooves, and their thickness guarantee complete gas check, thereby reducing bore erosion and eliminating bullet deformation in the barrel.

  4. The crimping groove guarantees that bullets in the other loaded cartridges in the rifle will not move during recoil. It also serves as a pre-cut for petals separation.

  5. cross section of the GPA bullet The pilot belt is essential for the geometry of the bullet and its perfect presentation in line with the bore axis. This results in improved accuracy.

  6. The sharp edge on the nose provides for clean-cut entry holes.

  7. The conic pointed nose has the same diameter as the top of the rifling lands in the barrel. It guides the bullet in the bore without engaging the rifling.

  8. The caliber specific wide hollow point in cavity is about 1/3 the length of the bullet. It favors the expansion and the creation of the petals.

  9. The petals precuts initiate the expansion then fragmentation of the petals.

  10. The caliber specific conic shape of the hollow point mouth ensures expansion after penetration.

GPA

6 mm Balle GPA von oben
Beachte Hohlspitze und drei Sollbruchstellen

quinsa.armurerie@wanadoo.fr GPA Hersteller

6 mm Balle GPA seitlich

Die Entlastungsrillen schmal, die Führbänder breiter als möglich. Deshalb ist der Einpreßdruck größer als notwendig und die Ladung begrenzt. Die Spitze ist bar jeglicher aerodynamisch günstiger Gestalt. Insofern bleibt das GPA hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Fertigung ist genau und die Zielwirkung entspricht den Versprechungen. Mehr zu Wirkung mit Bildern steht bei Balle GPA

CDP Einschuß

CDP Ausschuß

GPA-Einschuß

GPA-Ausschuß

CDP-Einschuß innen CDP-Saulunge

GPA-Einschuß innen

GPA-Saulunge

Das GPA-Geschoß weist einen Scharfrand auf, der saubere runde Löcher in Papier stanzt, besser als das Reichenberggeschoß. Ein und Ausschuß sind kalibergroß. Ein junger Keiler äste in Ruhe an einer waldrandnahen Kirrung, als Georg ihm bei hellem Licht auf 30 - 50 m einen Kammertreffer setzte. Der Bursche knickte erst vorn ein, fiel und blieb liegen, ohne sich noch einen Meter zu rühren. Herz oder Rückenmark blieben unbeschädigt. Die Wundwirkung ist durchaus bemerkenswert. Georg schätzt an diesem GPA-Kupfergeschoß gute Wirkung bei geringem Wildpretverlust. Dem spröden GPA brechen die Fahnen weg, die schießen auch aus. Achtung, ein Fangschuß wird damit für Hunde gefährlich. Das Restgeschoß ist zylindrisch. Das Balle GPA ist dreifach gekerbt und recht spröde. Deshalb reißen die drei vorgekerbten Hohlspitzfahnen ab und bohren sich in der Kammer als Riesensplitter durch die Lunge. Eine Keilerlunge zeigte jedenfalls für ein Vollgeschoß außerordentliche Zerstörungen.

Hallo Lutz,

Beiliegend ein Foto von meinem Keiler. Den habe ich mit einem ,,GPA" erlegt. Die wundballistische Wirkung des Geschoßes war einwandfrei. Die Lunge war mit einem etwa 5 cm breiten Kanal schön durchschossen. Ausschuß war da. Jede Menge Lungenschweiß erleichterten im Oktober um 23 Uhr die Nachsuche. Die 50 Meter Fluchtstrecke war für einen 150 kg Keiler mit 19 cm langen Waffen kurz. Gruß M.

Bild: 150 kg Keiler von GPA gestreckt.

Anm. L. M. Mit der Ladung wird die 9,5g GPA-Kugel so knapp 800 m/s V0 schnell gewesen sein. Zu erwartende Tiefenwirkung: Bei 3 g Masseschwund wird die Kugel aus bis zu 54 cm dickem Fleisch noch ausschießen.

Eine andere 70 kg Sau schoß Georg Klemm im Mai mit einem gut 800 m/s langsamen 9,6 g 7,62 mm GPA-Geschoß:

Hallo Lutz,

Ich habe jetzt ein paar Erfahrung mit dem GPA-Geschoß in .300 Win Mag auf Sau und Reh. Ich bin sehr zufrieden. Bock auf 220 m, Kammerschuß über dem Herz, 5 m Flucht, so gut wie keine Blutergüsse, kalibergroßer Ausschuß. Keiler (aufgebrochen 80kg) auf 50 m spitz von vorne, Kugel unterhalb des linken Lichts eingetreten, auf der Wirbelsäule lang, dort hingen 2 von den Fahnen des GPA (die sich ja als Splitter abtrennen sollen). Weiter durch die Kammer, Herzvorkammer gestreift, Ausschuß Unterseite kurz vor den Keulen. Anfänglicher bleibender Wundkanal 5-6cm Durchmesser (fand ich ziemlich groß, hab ein paar Fotos davon gemacht, falls Du Interesse hast). Ausschuß 3 x Kaliber. Nächste Woche geht's wieder auf Elch in Schweden, natürlich mit der 8x68S.

Viele Grüße
Christian Krampecki

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Balle GPA auf Schmalreh

Georg Klemm streckte im Juni mit einem gut 800 m/s langsamen 9,6 g 7,62 mm GPA-Geschoß mit Leberknotenschuß ein 9 kg Schmalreh auf 50 m Entfernung. Das Reh ,,ging ab wie ein Rakete, schweißte wie aus Eimern und lag nach 17m" Waidmannsheil!

9 kg Schmalreh nach langsamen 7,62 mm Balle GPA

Einschuß in der Rehdecke von außen

Einschuß in der Kammer von innen

the core of the GPA bullet

weiche Rehlunge von GPA nur durchbohrt

harte Rehleber von GPA zerstört

GPA Geschoß ohne Fahnen (nicht von diesem Reh)

Ausschuß aus der Kammer von innen

Ausschuß aus der Kammer von außen

Würdigung

so ein langsames hartes Kupfergeschoß ist für ein kleines Schmalreh zu hart. Ein herkömmlichen Kammertreffer ist ohne weiter große Wundwirkung nur in der Lage die Lunge wie in Bleistift zu durchbohren. Sofern man nicht das Herz trifft bedeutet das lange Fluchten. Auf die Entfernung bürgen gutes Licht vorausgesetzt Kopf- oder Trägerschuß für 99% Wilpret und bannen das Wild ohne Flucht an den Anschuß. aber nicht immer ist das Licht so, wie wir es gern hätten, noch steht das hirschartige längs, so daß ohne Zweifel auf Kopf oder Träger geschossen werden kann. Was dann? Das Geschoß für ein kleines Schmalreh ungeeignet hart und langsam. Georg Klemm half sich unverzagt aus der Klemme indem er einen gekonnten Leberknotenschuß antrug. Seine Geschichte ,,Das Reh ging ab wie ein Rakete, schweißte wie aus Eimern und lag nach 17 m." und das Leberbild zeigen anhand der kurzen Flucht, wie richtig das war. Wie ein Leberknotenschuß wirkt, lies dort. Er paßt den Zielwiderstand mit größter Wirkung and harte Geschosse an. Die Bilderstrecke zeigt den Leberknotenschuß vorbildlich ausgeführt.

Weiter ist zu bemerken, daß die spröden Balle GPA mit Hohlspitze und vier (heut drei) vorgekerbten Fahnen, jenen im Aufprall verlieren. Sie fliegen als sehr große feste Splitter weiter und schießen bei so kleinen Tieren sogar noch aus. Besonders nach dem Lebertreffer ist das erstaunlich zu bemerken. Hier wußte sich jemand zu helfen. Weiter so, Georg!

Hallo Lutz!

im Juni Reh mit 800 m/s 7,62 mm 9,6g GPA erlegt, Zeit 21 Uhr, Gewicht 18 Kilo, 70 Meter von Kanzel. Das Reh brach sofort zusammen. Einschuß und Ausschuß maßen 20 mm Ich hoffe das du mit den Bildern zufrieden bist!

Gruß Georg!

Reh, 800 m/s 7,62 mm 9,6g GPA, Einschuß Ausschuß Ausschuß, vergrößert

Hirschartige seitlich auf den Träger zu schießen ist gewagt. Sofern sich die Tiere bewegen, nachdem der Abzug gezogen wurde, nämlich hoch, runter, vor, oder seltener zurück aber fast nie seitlich, mag ein seitlicher Trägerschuß nicht ganz treffen. Dieser traf. Nervenwirkung auf ZNS. Das Reh fiel um. Flucht = 0. Auf dem festen Ziel sind Ein- und Ausschuß ist etwa drei Kaliber groß. Das Geschoß scheint insofern geöffnet worden zu sein. Seltsam!

Der feste Werkstoff im Zugkaliber ohne hinreichende Entlastung erhöht den Gasdruck, senkt die Mündungsgeschwindigkeit, heizt den Lauf und verschleißt die Felder. Das GPA ist aus recht spröder Legierung gedreht, um die Genauigkeit zu fördern. Das scheint zu gelingen. Die Aerodynamik ist schlecht. Die Wundwirkung ist gut. Daher ist es für die Jagd bei mäßigen Entfernungen geeignet.

Lies „9,3 mm Balle GPA Verwüstungen“!

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Rhino solid Shank

Rhino

Rhinogeschosse sind gepreßt. Die Genauigkeit läßt zu wünschen übrig. Die Wundwirkung ist sehr gut. Der feste Werkstoff im Zugkaliber ohne hinreichende Entlastung erhöht den Gasdruck, senkt die Mündungsgeschwindigkeit, heizt den Lauf und verschleißt die Felder. Ein aerodynamisches Heck fehlt. Die Aerodynamik ist schlecht. Daher ist es für weite Schüsse nicht geeignet. Muster waren untermaßig, also nicht genauigkeitsförderlich, daher ist es allenfalls für die Waldjagd auf nahes oder großes Wild geeignet.

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

RS

Was halten Sie übrigens von der „Weltneuheit“ RS Allzweckgeschosse der Fa. Kieferle? Die Dinger haben im Ansatz sehr viel Ähnlichkeit mit Ihren Lutz Möller Geschoß -Geschossen („abgekupfert oder Zufall?).

Rupert Strauß, nachdem das Geschoß RS-Geschoß heißt, verfolgt einen andern Zweck mit seiner Erfindung. Die Werbung bei Kieferle leitet den unbedarften Leser m. E. allerdings in die Irre. Daher habe ich Herr Kieferle bereits gemahnt. Da Kieferle bis gestern Werksferien hatte und niemand zu erreichen war, steht die Antwort noch aus. Kein anders Kupfergeschoß liefert die zusammenhängenden Lutz Möller Geschoß -Vorteile gleichermaßen für gestreckten Flug und schnurgerade Tiefenwirkung optimiert zu sein. Das RS Geschoß will mit zwei unterschiedlichen Stiften, die an der fertigen Patron auf der Kanzel gewechselt werden können, sowohl Vollmanteleigenschaften als auch Zerlegungseigenschaften bieten. „Peter Pulver” hat das an 4 cm Gelatine (~ Reh breit, wie er sagt) geprüft und verneint die behauptete Eigenschaft. Ich sehe dem Messinggeschoß die schlechte Aerodynamik bereits an.

Versuche mit 830 m/s

Faude Trident
839 m/sek.
Masse 98,6 %
52 cm tief

Brenneke TUG
Masse 61,1 %
40 cm tief

Trophy Bonded
Masse 78,7 %
46 cm tief

Sierra TM
Masse 49 %
26 cm tief

PMP Pro Amm
Masse 66,4 %
40 cm tief

Nosler Partition
Masse 63,1 %
50 cm tief

Möller 8,5x64, 100% Masse
55 cm tief

Norma PPC
Masse 47 %
28 cm tief

RWS KS
Masse 57,3 %
35 cm tief

Winchester
Fail Safe
Masse 89 %
53 cm tief

Blaser CDP
Masse 83,3 %
38 cm tief

Barnes X
Masse 96,6 %
54 cm tief

Der Spitzwinkelschuß aus 45° bietet gegenüber dem Drwarsschuß 41% tiefere Wunden, ist dem breiten Schuß also vorzuziehen. Feste Geschosse sind auf große Eindringtiefe gezüchtete. Wer große Tiere schießt soll das Lutz Möller Geschoß  in seine Auswahl einbeziehen. Die Hohlspitze leitet Flächenvergrößerung ein und verstärkt die Wundwirkung.

Lutz Möller

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Privi Partizan, Untermaß

Moin Herr Möller,

nachdem ich jetzt in Brömels QuickLoad all meine bisherigen Ladungen eingestellt habe, mußte ich feststellen, daß sowohl etwas Ordentliches in der Vergangenheit fabriziert wurde, aber auch ganz schöner Blödsinn dabei rumkam. Macht doch Sinn, zumindest theoretisch vorab seine geplanten Ladungen durchzuchecken.

Aber mal etwas anderes. Wir haben neulich telefonisch kurz über das TMR von Kettner-SJ bzw. Luger gesprochen. Nach inzwischen erfolgter Recherche findet man hierzu doch einige z.T. gute Informationen in den Foren von WuH oder Waffenworld. Es handelt sich hierbei eindeutig um die in Jugoslawien gefertigten Patronen von Privi Partizan. Die haben auch ein Solid-Geschoß namens GROM zu unverschämt günstigen Preisen. Haben Sie Erfahrungen oder Erkenntnisse zu diesem Geschoß?

Mit freundlichen Grüßen

Friedhelm Bode, Dienstag, 13. September 2005

Hallo Herr Möller,

Privi Partizan
Grom HSP

ich muß mich korrigieren : Die haben auch ein Teil-Solid-Geschoss namens GROM und ein Hollow-Point-Solid im Programm (scheinbar aus Messing). Haben Sie Erfahrungen oder Erkenntnisse zu diesen Geschossen?

Auffälligkeit beim 8 mm GROM: es wird im Kaliber 8 x 57 JS mit 12,0 g vertrieben, trägt aber die Kaliberbezeichnung .322" als Geschoßkomponente. Verwechselung oder sind die Dinger untermäßig?

Mit freundlichen Grüßen

Friedhelm Bode

Lieber Herr Bode,

wie alle anderen gepreßten Vollgeschosse (Naturalis, Rhino, , Trophy, u.a.) füllen die Privi-Partizan-Geschosse die Züge ebenfalls nicht aus. Sie sind absichtlich zu klein! Wie die anderen Preßvollgeschosse sind auch die PP mit großer Wahrscheinlichkeit untermaßig. Beim 7,62 mm Lapua Naturalis waren in Finnland 2003 welche mit 7,79 mm statt der erforderlichen 7,83 mm Durchmesser bei. Die Dinger sind sonst kaum in den Lauf zu pressen. Schauen Sie mal in Ihrem QuickLoad nach den Anfangsdrücken für die kleineren CDP. Dort finden Sie 900 bar! Nein, ich habe mich nicht vertippt, ich meine (in Worten) neunhundert bar, nicht 150 wie beim Lutz Möller Geschoß , oder auch noch annehmbaren 250 bar bei den puddingweichen ummantelten altertümlichen Bleigeschossen. Ich rief daraufhin Herrn Brömel an, um zu fragen, ob er vielleicht dort einen Fehler in den Tafeln habe, aber er verneinte. Er sagte, die RUAG habe besonders in den kleineren Kalibern immer mal wieder dermaßen harte CDP geliefert, daß der Einpreßwiderstand und hinfort der Gasdruck astronomische Größen hochsprang, daß der unmögliche 900 bar Wert als Anfangswert gerechtfertigt sein, um Druckschäden zu verhindern. Seit der R93 wissen wir, wie unangenehm die sein können. Metalle zu verformen härtet die, z. T. erheblich. Um den ursprüngliche Werkstoffzustand vor dem Pressen wiederherzustellen, müssen die Buntmetallteile angelassen geglüht, und abgeschreckt werden. Wen das nicht hinreichend gekonnt wird, kommen solche harten Knackbolzen wie die frühen CDP heraus, deren Wirkung auf Wild dann auch in die Vollmantelrichtung ging.

Untermaß und hoher Einpreßdruck schädigen oder behindern Waffe und Leistung in mehrfacher Weise:

  • Untermaßige Geschosse öffnen den hochgespannten, heißen, aggressiven Gasen Spalte zwischen Geschoß und Lauf. In dem Spalt fressen die schnellen, heißen (mehrer tausend bar Druck, mehrer tausend °C Hitze) Druckgase sowohl den Lauf als auch das Geschoß an. An der Oberfläche verdampft Metall, daß sich weiter vorn teil wieder anlagert. Dadurch weitet sich der Lauf nach dem Patronenlager, um sich kurz davor hauptsächlich durch Kupfer wieder zu verengen. Das erfordert heftiges Putzen und setz die Lebensdauer herab.

  • Hoher Einpreßwiderstand steigert den Verbrennungsdruck so sehr, daß, um im vernünftigen und sicheren Rahmen zu bleiben, die Pulverladung zurückgenommen werden muß. Damit sinkt die Mündungsgeschwindigkeit und in Folge flieget das Geschoß weniger weit, seine Flugbahn krümmt sich und die Wirkung läßt nach.

  • Preßvollgeschosse, wie Grom, Naturalis, Rhino, , Trophy, u.a. können nicht als reibungsarmes Führbandvollgeschoß hergestellt werden. Das Gesenkverfahren behindert den Entwurf als solchen. Die notwenigen Einschränkungen erlauben nur solche Geschosse als Waldgeschosse für kurze Schußweiten einzusetzen, wenn an nicht gar so viel schießt. Wenn es aber auf Leistung und Lebensdauer ankommt, sollte man von derlei faulen Kompromissen absehen.

Die gepreßten Vollgeschosse gibt es hauptsächlich, weil sie sich in denselben Maschinen, wie die Bleigeschosse herstellen lassen. Deren Hersteller zollen nur dem Zeitgeist für bleifreie Jagdgeschosse Tribut, ohne aber wirklich nachzudenken oder neu zu entwickeln. Die Neuentwicklung in dem Bereich ist aus werkstoffbedingten Gründen das reibungsarmes Führbandvollgeschoß, daß all solche Fehler vermeidet und als Lutz Möller Geschoß  mit berechenbaren Wirkungsquerschnitt, vorhersehbarer Tiefenwirkung und dank ausgefeilter Aerodynamik hervorragenden Flugbahnen sich deutlich vom Rest absetzt. Solch vernünftige, die heutigen Fertigungsmöglichkeiten und -grenzen nutzenden und beachtenden Geschosse müssen CNC-gedreht werden. Aerodynamisch schlanke Geschosse könne nicht gepreßt werden, weil die Preßlinge in den Gesenken stecken bleiben. Leider finden sich immer wieder Hersteller die den Zeitgeist, heute eben nach Vollgeschossen, ohne große Kenntnisse und Skrupel ausnutzen und schnell mal irgend etwas auf den Markt werfe, in der Hoffnung die schnelle Mark zu machen.

Ein Jäger sollte aber auch an das Wild denken und waidgerecht handeln. Dazu gehört sich Gedanken um ein wirksames Geschoß zu machen, nur solche Geschosse in Erwägung zu zeihen, die ordentlich und auch weit treffen und dann das getroffen Tier wirksam und schnell töten. Alles andere ist Mumpitz! Während der Jagd will der Jäger auf sein Geschoß vertrauen und sich nicht mehr sorgen, ob die Flugbahn noch langt, ob bei schwierigen Schüssen die Tiefenwirkung noch langt und für ein kurze Fluchtstrecke in der Entfernung noch genügend Wirkungsquerschnitt übrig ist, oder das Geschoß schon mangels Flugeigenschaften schon so langsam geworden ist, daß es wie in Vollmantel wirkt und das Tierlange und weit flüchtet.

Seit Jahren bemühe ich mich die berechtigten Forderungen an ein Jagdgeschoß zu verstehen, seine Möglichkeiten und Grenzen anhand physikalischer Modelle zu erkennen und schließlich solch waidgerechte Geschosse zu bauen. In vielen Gesprächen mit der Industrie mußte ich leider erkennen, daß dort häufig rein geschäftliche Belange vorgehen und von dort nicht unbedingt Neuerungen zum Besseren zu erwarten sind. Die halbherzigen Angebote namhafter großer Hersteller als auch von solchen aus der dritten Reihe, wie Privi Partizan, zeigen das deutlich. Die sollten sich schämen, uns Jäger und unser Wild mit so einem Mist zu behelligen.

Waidmansheil, L. Möller,

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar


RWS Bionic

RWS Bionic .30-06

Hallo Herr Möller,

Ich habe noch ein paar Fragen an Sie und würde mich über eine gelegentliche Antwort freuen:

Haben Sie schon etwas von den neuen bleifreien Geschossen von RWS, dem sog. BIONIC gehört. Können dieses vielleicht bereits auf seine (UN-) Tauglichkeit beurteilen? Im Anhang übersende ich ihnen eine Darstellung des BIONIC von RWS. Es gibt zwei verschiedene: Ein schwarzes und ein gelbes. Wobei das gelbe für kleineres Wild (Rehwild) bestimmt sein und taugen soll, das schwarze für stärkeres Wild. Den Zeichnungen der Werbung (von deformierten/zerlegten Geschossen) nach ähnelt das gelbe etwas ihrem Lutz Möller Geschoß : Es bringt einige grobe Splitter und es verbleibt ein Bolzenstumpf. Das schwarze erinnert eher an die Aufpilzung des Lapua Naturalis (die, wie sie bereits erörtert haben, in der Praxis nicht wie versprochen funktioniert, sondern auch das Naturalis splittert).

Fraglich ist für mich bereits schon wie solch unterschiedliche Wirkungen mit zwei Geschossen erzielt werden soll, die sich in ihrem Aufbau bis auf eine sogenannte „Schockrille“, und einer geringfügig anderen Hohlspitze absolut gleichen. Auch bringen die sog. „Entlastungsrillen“ wohl kaum eine Entlastung im Gegensatz zu den schmalen Führbändern des Lutz Möller Geschoß . Hier ist man bei RWS den umgekehrten Weg zu den Führbändern gegangen und hat das Geschoss an 3 Stellen durch Rillen im Durchmesser verringert; also praktisch das Negativ zu den Führbändern. Da mir scheint, daß Sie gute Kontakte zur RUAG Ammotec AG haben, wissen Sie vielleicht auch etwas über die angeblich so gute und bewährte CuZn-Legierung, aus der die Geschosse sind und könnten etwas zu deren Eignung schreiben.

Maximilian Diefenthäler, Mittwoch, 14. September 2005 12:26

RWS-Werkbild

RWS stellte auf der IWA 205 zwei bleifreie Jagdgeschosse.vor. Prüfen wir mal den Gehalt der Werbaussagen in Schein (Werbeaussage) und Sein (Tatsachen)gegenüber:


Schein


Sein

Bionic Black

Da RWS als Spezialgeschoßhersteller, mit je besonderer Munition für fast jedes Tier, hier zwei äußerlich ähnliche Geschosse anbietet, markiert RWS farbig, um zu können.

Das bleifreie Defor-mationsgeschoß

Bleifrei ist der Tribut an den Zeitgeist. Als Deformationsgeschoß kommen gewisse kaltumformbare zähe Werkstoffe in Frage, die gemeinhin mit Tombak umschrieben werden. MEN baut daraus seit Jahrzehnten Deformationsgeschosse ohne modisch Plastikkappe, die das Versprochene liefern.

Außergewöhnliche Präzision.

Da keine Zahlen genannt werden, ist die Werbung nutzlos.

Überzeugende Tiefenwirkung

Leider bietet RWS auch die Tiefenwirkung keine Zahlen an, obwohl das möglich wäre. Poncelet leitete die Differentialgleichungen für die Tiefenwirkung vor bald 200 Jahren her. Die muß man als Fachmann inzwischen kennen.

100 % Restgewicht

Nun kommt mal eine Zahl! Also soll das Geschoß unter keine Umständen splittern. Das verspricht Lapua für sein Naturalis auch, aber die Wahrheit sind Restgewichte bis runter zu nur 71 %. Von der Farbe unterscheiden sich Lapua (Kupfer) und RWS (Tombak) im Werkstoff, so daß RWS hier die glaubwürdigere Angabe für volle Restmasse bietet, besonders bei den sehr bummeligen Geschwindigkeiten der RWS-Bionic-Patronen, siehe unten die Flugbahnen für .30-06 und .308" W. in Bionische Aerodramatik, oder die Trauer über die verlorene Geschwindigkeit.

Action Tip

Plastekappe auf deutsch, nämlich um das "Black" Deformationsgeschoß vom Teilzerlegungsgeschoß "Yellow" zu unterschieden.

Biangular (zweifach gewinkelter) Wirk- raum

Kugel mit und ohne Hohlspitze im Ziel ( Druck rot)Beim Deformationsgeschoß ist der „Wirkraum“ in dem der Staudruck die Spitzenwandungen auseinderdrückt, Beim Splittergeschoß sprengt. Das Geschoß sit seitlich nicht bentz und fliegt im Wasserdampf, sieh Skizze rechts. Was genau geschieht bestimmen Geschwindigkeit, Gestalt (Hohlspitz- durchmesser und -Wandstärke) und Werkstoffeigenschaften.

Im Übrigen „wirkt“ auf das Ziel nicht der Wirkraum, sondern die benetze Frontfläche. Näheres siehe bei Zielwirkung und Wirkungsquerschnitt.

Deformierendes Spezialmessing

Die meisten der in Frage kommenden Werkstoffe sind genormt, früher DIN, heute EN, also normal, nicht spezial. Gleichwohl mag RWS ein eigene Legierung bezeihen. Die in der Werbung angesprochene große Menge RWS-Messingpolizeimunition läßt das möglich erscheinen.

Scharfrand

Was soll einS charfrand da hinten im Schattender einer fülligen Nase? Vorn, wie beim MEN-SFS, oder Brenneke TOG, bringt er Schnitthaar, aber da hinten im Schatten, wohl kaum! Ob der da für Pirschzeichen nützte, wage ich zu bezweifeln.

Performace Grooves (Entlastungs- und Gleitrillen)

Jedes Geschoß gleitet im Lauf längs in den Zügen gleitet, nicht in den Gleitrillen rund um sich herum. Insofern ist die Wortwahl unglücklich. Das Bionic ist aber kein reibungsarmes Führbandvollgeschoß wie das Lutz Möller Geschoß . Das Bionic kann also nicht den Anfangsdruck, gegenüber herkömmlichen ummantelten Bleigeschossen auf nur 150 bar senken. Beim Bionic sind eher leistungsmindernde 500 bar Anfangsdruck zu vermuten. Das sollte geprüft werden. Leider sind Muster schwer erhältlich.

Ballistische Kalotte

Wurfgemäßes Kugelschalenstück! ?

Bionic Yellow

Hier gibt's die gelbe Plastekappe
Das bleifrei Teilzerlegungsgeschoß

Also Splittergeschoß

Außergewöhnliche Präzision

Wie genau treffen die Dinger denn nun? Steht die Genauigkeit überhaupt in Frage? Gewöhnlich liefert RWS doch sonst auch gut Ware.

Extreme Schockwirkung

Kaum ein Wort wird unter Jägern so ungenau , wieder Begriff „Schock“, benutzt. Wie Tiere nach einem Treffer mit der gelben Plastekappe anders als beim schwarzen Deformationsgeschoß sterben bleibt verborgen.

Äußerst starke Wirkung hauchte ich dem 2005er 9,3 Zerstörer mit 461 m³/s WQ ein. Die schrecklichen Zerstörungen sind in Afrika 2005 beschrieben. Sie waren ein Irrweg zu kaputten Rehen, den keiner will, mit der Schlußfolgerung künftig Wirkungsquerschitte bei 200 - 250 m³ als vernünftigen Ausgleich zwischen schneller, anfänglicher Augenblickwirkung und mäßiger Zerstörung für gutes Wildpret anzubieten.

Wer will Extreme?

Ich erkläre in Zielwirkung, Wundwirkung und Wirkungsquerschnitt, in letzterem Aufsatz mit Zahlen, genau wie in Tiefenwirkung, wie Geschosse eindringen und wirken. RWS bleibt nachprüfbare Angaben schuldig. Zahlen zur Wirkung fehen. Für Lutz Möller Geschoß  gebe ich alle notwendigen Daten an. Wenn man weiß, wie ein Geschoß funktioniert, kann man das.

Kurze Fluchtstrecken

Wie unterschiedet sich das schwarze nun vom gelben Bionic? Durch anderer, längerer Fluchtsrecken? Was ist der Preis? Mehr Zerstörung? vielleicht „Extreme“ Zerstörung, um einen RWS-Begriff zu gebrauchen? Bitte „Fakten, Fakten, Fakten, und an die Jäger denken!“, um mal die Focus-Werbung für uns zu wandeln.

Triangularer (dreifach gewinkelter) Wirkraum

Beim Gelben müssen schon drei Winkel ran. Warum? Man kann gute Hohlspitzgeschosse ohne drei Holspitzbohrungswinkel bauen. Oder gibt es dafür verborgene Gründe?

Schockrille

. . . schon wieder Schock! Gute Splittergeschosse lassen sich vollkommen ohne bauen. Wozu also? Oder ist die Rille eine „Wenn es dunkel wird, ich die Farben nicht mehr erkenne, doch noch Unterscheidungsrille?“

Fragmentierendes Spezialmessing

Zerlegendes Spezial . . . Für Messing ist die Neigung zu splittern üblich, siehe in Afrika 2005, Die Lehre, Kupfer oder Messing. Allerdings ergeben sich Schwierigkeiten mit der Schulterstabilsierung. Nun ist der Begriff Messing sehr weit, so daß auch Werkstoffe vorstellbar sind, die den Mangel nicht aufweisen. Man wird sehen, wenn Muster zubekommen sind.

Scharfrand Wieder zu weit hinter der fülligen Hohlnase!
usw. usf. wie gehabt
Green

Grün!

Entwicklungsauftrag

Ich vermute, RWS zielte Lapua Naturalis und X zu übertreffen, was nicht so schwer ist. Nun doch zwei Spezialgeschosse abzubieten widerspricht dem selbstgestellten eigenen Auftrag für unterschiedliche Jagdanforderungen nur ein Geschoß zu entwickeln.

Den Lauf schont vor allen Dingen ein gasdichtes (sind Lapua und Barnes nicht) und reibungsarmes Geschoß. Ablagerungen mindert man besser mit einem reibungsarmen Führbandvollgeschoß, weniger mit Messing. Gegen Lapua und Barnes mag ein Fortschritt zu verzeichnen sein, aber es geht besser, siehe siehe Lutz Möller Geschoß  mit Messungen.!

Dual-Tec-Prinzip ®

= Doppeltechnikgrundsatz ® ist das Gegenteil von Einheitsgeschoß. Der bekannte RWS-Grundsatz, für fast jedes Geschöpf eine eigene Munition anzubieten, zeigt sich auch hier wieder. RWS empfiehlt das Schwarze für großes Wild, aber das Gelbe für kleineres Wild. Damit muß der Jäger zwei Munitionen statt einer bevorraten. Verwechselungen werden wahrscheinlich. Im Dunkeln sind die Farben nicht zu erkennen. Seelenfrieden auf dem Ansitz bringt die Vielfalt nicht, sondern Zweifel. Die Qual der Wahl stört sauber zu treffen, weil sie ablenkt.

RWS widerspricht sich in seinem Auftrag für unterschiedliche Jagdanforderungen ein bleifreies Geschoß zu finden, indem es zwei Geschosse anbietet, bleibt damit seinem Spezialgeschoßgrundsatz treu. Sicher kann man man zwei zum Verwechseln ähnliche Geschosse baue, die annähernd auf denselben Fleck treffen. Besser hingegen wäre ein Geschoß zu bauen, mit dem der Jäger nicht nur einen Fleck treffen, sondern auch unterschiedliche Wildarten erfolgreich zur Strecke bringen kann. Dazu wären vollständige Datenblätter mit zugesichert Wirkung in Zahlen hilfreich. Sich in Preisungen wie „außergewöhnliche Präzision“ „überzeugende Tiefenwirkung“ „Extrem Schockwirkung“ oder „Ein Geschoß war gewollt. Zwei sind gekommen“ zu ergehen, hilft nicht weiter.

RWS Bionic .30-06

Bionische Aerodramatik

Der bionische RWS-BC ist mit 0,235 für ein 7,62 mm 10 g Geschoß genügt nicht um bis 300 waidgerecht m zu jagen. Vergleichen wir mal die Flugbahnen:


Patrone Geschoß Masse
[g]
Anfangs-druck
[bar]
Lauf-
länge
[mm]
V0
[m/s]
GEE
[m]
± 5 cm
Reichweite
[m]
Reich-weiten-verlust
[m]
V300
[m/s]
Bahn300
[cm]

.30-06

Lutz Möller Geschoß 9,0 150 610 938 207 241 0 733 -18,1
CDP 10,7 500 610 858 186 214 -27 609 -30,2
TUG 11,7 250 610 837 182 218 -23 598 -32,3
Bionic 10,0 500 610 885 183 211 -30 538 -34,4

Das Bionic fällt in seiner Klasse am tiefsten. Wilhelm Brenneke konnte vor über 80 Jahren schon windschnittigere Geschosse entwerfen. Wir sehen, aus der .30-06 liefert das RWS Bionic nur noch magere 538 m/s V300. Da hält sogar gewöhnliches Blei noch zusammen, splittert nicht, deformiert nur. Aus der .308" W bleiben nach RWS Werksangaben gar nur noch 487 m/s V300 übrig. Von der „Extremen Schockwirkung“ und „Kurzen Fluchtrecken“ wird in 300 m bei bleistiftartiger Vollmantelwirkung nichts mehr übrig bleiben! RWS versuchte wohl mit biangularen und triangularen Wirkräumen“ der Aerodramatik der verlorenen Geschwindigkeit entgegenzusteuern, dem Bionic dennoch Öffnungs- und Wirkfreude anzuzüchten. Dabei ging die Aerodynamik dann vollends zum Teufel. Zu versuchen, einem zu langsamen Bionic mit aerodynamisch belastenden fülligen bi-, triangularen Hohlspitzerweiterungen mehr Zielempfindlichkeit beizubringen ist „von hinten durch die Brust ins Auge geschossen“, ein Teufelkreis, fürwahr. Mit vernünftigen Aerodynamik wären solche Hilfsmaßnahmen gar nicht nötig.

Lutz Möller, 14. September 2005,


Patrone Geschoß Masse
[g]
Anfangs-druck
[bar]
Lauf-
länge
[mm]
V0
[m/s]
GEE
[m]
± 5 cm
Reichweite
[m]
Reich-weiten-verlust
[m]
V300
[m/s]
Bahn300
[cm]

.308"W

Lutz Möller Geschoß 9,0 150 610 914 202 235 0 713 -20,2
TIG 9,7 250 610 895 191 220 -15 611 -27,8
CDP 10,7 500 610 830 179 207 -28 586 -33,9
Bionic 10,0 500 610 815 170 197 -38 487 -46,2

Erste Berichte zum Gelatinebeschuß trafen ein. Danach spricht das gelbe RWS 7,62 mm RWS Bionic Splittergeschoß in 4 cm Gelatine unter 800 m/s gar nicht an, wirkt also nicht gemäß Ankündigung mit „Extremer Schockwirkung“ sondern wie in Vollmantel. Das geschieht je nach Patrone bei der .308" Win also schon ab kurz nach der Mündung und bei der .30-06 ab 50 - 60 m! Das schwarze 7,62 mm RWS Bionic Deformationsgeschoß, deformiert zwar zunächst wie angegeben, aber ab 860 m/s Zielgeschwindigkeit bricht der Werkstoff an der Scharfrand genannten Kerbe ein, das heißt aus der.30-06 bei nahen Schüssen.

Lutz Möller, 20. September 2005,

Lutz Möller Geschosse | Munitionswahl | Kupfer oder Blei? | Hart oder weich? |

Hirtenberger ABC | |MEN SFS | Impala | Kieferle RS | Gerard Schultz | Lapua Naturalis | Reichenberg HDB | Balle GPA | Faude Trident | Rhino | RS | Versuche | Privi Partisan, Untermaß | RWS Bionic | Jaguar

Jaguar Geschosse

Guten Tag,

Sehen Sie sich mal German Precision Ammunition an. Verkaufen die Ihre Patrone?

Mfg, Christian Elsing , Freitag, 17. November 2006 11:51

Tag Herr Elsing,

wie weiter unten früher schon geschrieben, handelt es sich bei dem Jaguar, German Precision Ammunition zwar um abgewandelten Nachbau meiner frühenLutz Möller Lutz Möller Geschoß  Geschosse, aber nicht um ein reibungsarmes Führbandvollgeschoß. Die abgewandelte Kopie bietet eben nicht die Lutz Möller Geschoß -Vorteile. Original Kupferjagdmunition gibt es hier und nur dazu beantworte ich Fragen und erteile Ratschläge. Der solch Nachahmungen kauft mag meinen, er bekomme darin ein Lutz Möller Geschoß , aber das wäre ein Trugschluß. So lüge man sich selbst in die Tasche! Die Nachahmungen können alle nicht mit den Eigenschaften und Leistungen des ursprünglichen Lutz Möller Geschoß  aufweisen, fallen tatsächlich auf der Jagd hinter die hochgespannten Erwartungen zurück. Die kann nur das Lutz Möller Geschoß  befriedigen.

Lutz Möller,

Guten Tag Herr Möller,

vergangenes Wochenende habe ich mit einigen Jagdkollegen die Wild und Hund in Dortmund besucht. Die Messe an sich war ganz gut und man hat viel Neues gesehen. Allerdings bin ich auch auf einen kleinen Stand aufmerksam geworden der Geschosse verkaufte bzw. diese auf der Messe vorstellte. Die Firma nennt sich Jaguar-Geschosse. Besagte Geschosse sehen fast genau wie Ihre Lutz Möller Geschoß  aus.

LM: Nicht genau, sondern nur ähnlich, schlechte Kopien!

Als ich mich ein wenig über die Geschosse informierte, sagte man mir, die Geschosse seien aus einer Kupferlegierung und würden auf modernen CNC Maschinen gedreht. Das kam mir alles sehr bekannt vor. Als ich dann aber Ihren Namen u. „Lutz Möller Geschoß “ erwähnte, wollte man gar nichts mehr mit mir reden und meinte „Das sind alles nur Kopien, Jaguar ist das Original“.

LM: Das war glatt gelogen, ergibt sich allein schon aus dem Erscheinungsdatum!

Na ja, vielleicht kennen Sie die Firma ja schon, aber ich dachte, Sie würde das ggf. rühren. Die Firma Jaguar ist übrigens auch auf der diesjährigen IWA in Nürnberg vertreten. Da können Sie sich ja mal ein Bild über die Sache machen. So schnell wird einem das geistige Eigentum „abgekupfert“

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Zimmer , Montag, 5. Februar 2007 13:18

LM: Schlecht, aber mal so. Der nicht sachkundige Jäger hat dann das Nachsehen! Begründung f. f.:

Moin Frank,

Andere mögen nach Vorlagen ohne eigenen Geist fertigen oder abschreiben, aber haben Sie schon mal erlebt, daß einer dieser „Experten“ Ihnen bei Ihren Fragen mit vernünftigem Rat geholfen hat, sich hinsetzte Ihnen eine sachlich fundierte Antwort schrieb, oder Sie anrief. Ich glaube kaum. Die meisten dieser Händler oder Hersteller wissen über die einfachsten ballistischen Zusammenhänge nicht hinreichend Bescheid, geschweige denn seien in der Lage die zu berechnen, um z. B. Geschoßwirkung vorherzusagen. Ich habe mit den meisten dieser Leute und Unternehmen vor den Lutz Möller Geschossen gesprochen. Andernfalls würde ich das nicht sagen. Andernfalls hätte ich die Lutz Möller Geschoß  nicht erst schaffen müssen.

Die unvermeidlichen Nachahmer können die richtige Lösung für das Problem, nämlich reibungsarme Führbandvollgeschosse, nicht nachbauen, weil die geschützt sind. Nur das Lutz Möller Geschoß  bietet die meßbaren Vorteile. Der Abklatsch kann das nicht. Also lügen die sich irgendwie ähnlich hin und schreiben wider besseres Wissen (oder wissen die einfach gar nichts?) von meiner Seite ab. Wer meint, mit solchen Zeug glücklich zu werden, soll das tun.

Preußenkönig „Alter Fritz“

Ein jeder möge nach seiner Façon selig werden, sagte schon der Preußenkönig „Alter Fritz“. Meine Erfahrung im Leben dazu ist „Der billig kauft, kauft zweimal: Einmal Ramsch und später dann das Richtige!“ Der doppelt Kauf wird naturgemäß teuer! Zu teuer!

Rothirsch Sportwagen Porsche 993

Den Flitzer im Hintergrund würde ich mir ja auch nicht von Nissan und Konsorten kaufen, auch wenn deren Prospekte das Blaue vom Himmel herunterversprechen. Das Echte läßt sich nicht ersetzten. Wettbewerb hebt das Geschäft. Manch einer meint, sich mit einer Abmahnung ein Vorsprung zu verschaffen. Na ja, wer's nötig hat!

Ich baue mehr auf Leistung und Dienst. Davon haben letztlich beide, nämlich Anbieter und Benutzer mehr. Im Ramschgeschäft kommt das entsprechend Publikum und nörgelt an Allem herum, weil die nicht mit sich, der Ware, und dem Preis zurechtkommen. Richtig gute Sachen finden meist auch bessere Käuferschichten, mit denen der Umgang angenehmer ist.

Ich berate nun schon lange Jäger und andere Schießende in zielballistischen Fragen, lerne von und mit den vielen Fachleuten, die mich anrufen oder mir schreiben. In der Regel kann ich aus Wissen, Erfahrung und physikalisch gebildeter Vorstellungskraft die meisten Fragen zielführend beantworten. Das zu tun ist mir ein Anliegen, denn ich möchte helfen die bestehenden zielballistischen Schwierigkeiten sachlich und waidgerecht zu lösen. Zum Wohle des Jägers, der ohne Sorge sein Wild sicher erbeuten will und zum Wohle des Tieres, das in Hege nach freiem und gesundem Leben, ohne vermeidbare Schmerzen einen schnellen Tod stirbt, statt im Alter nutzlos mit runtergeschliffen Zähnen elend zu verhungern oder von wildernden Hunden grausam gerissen zuwerden. Die Aasfresser kommen bei den viel Verkehrsfallwild immer noch genug auf Ihre Kosten. Die Raben nehmen zu:

Huginn und Muninn fliegen

Ich will mit Aasfressern und Abkupferern lieber nichts zu tun haben. Abmahnungen zu schreiben habe ich mir, soweit es geht, wenn es nicht gar zu arg wird, abgewöhnt und überlasse die Entscheidung dem Markte. Jeder möge selbst sehen, was ihm fromme.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 8. Februar 2006,

Jaguar vernichtet Wildbret

Lieber Herr Moeller,

Ich bin Wiederlader. Liefern Sie auch ins Ausland?

LM: Ja sicher!

Wo könnte ich in den Niederlanden Lutz Möller Geschoß  kaufen?

LM: das schreibe ich Ihnen sogleich!

Ich schieße eine K98 8x57IS und eine .243Win. uns habe etwas probe geschossen mit dem Jaguar. Auffallend die starke Wildbret Vernichtung bei Rehwild.

Met freundlichem Gruß, Chris van Rens, Echt - NL, Samstag, 31. Januar 2009 17:15

Kurioses mit Herrlinger - .308" - „Lutz Möller Geschoß “

Hallo Herr Möller,

ich möchte Ihnen von einem Erlebnis berichten, daß ein Freund von mir mit Ihrem „Lutz Möller Geschoß “ machte.

Er schießt die „Lutz Möller Geschoß “ in .308" Win., verladen durch Herrn Herrlinger, Los-Nr. 105047 und hat sich erst kürzlich wegen der langen Fluchtstrecken bzw. den fehlenden Schußzeichen von seinen Naturalis getrennt.

Er berichtete mir von einem Schuß auf ein freistehendes Reh (auf 10 m beschossen, Fluchtstrecke 20 m), bei dem er keinen Ausschuß fand! Ich mochte das nicht glauben und bat ihn, mir Fotos von einem im Wildkörper gefundenen Geschoßsplitter zu schicken (siehe Anlage, das Grüne an dem Geschoßrest ist Panseninhalt).


Wie zu erkennen ist, handelt es sich aber nicht um einen Geschoßsplitter, sondern um die Hälfte eines in der Mitte aufgeteilten „Lutz Möller Geschoß “ ! Das erklärt zwar des Fehlen eines Ausschusses, aber eine Erklärung für diese Zerlegung habe ich nicht. Diesen Geschoßrest fand er im Bauchlappen, nachdem er das Reh schräg von vorne beschossen hatte. Herz und Leber wurden auf dem Weg zum Bauchlappen beschädigt. Solch eine Wirkungsweise würde ich eher von einem Ihrem Gattergeschosse erwarten, aber nicht von Ihrem „Lutz Möller Geschoß “.

Auf Ihre Antwort hierzu bin ich ehrlich gesagt gespannt.

Gruß und WH, M. Stapp, Samstag, 25. Februar 2006 18:44

Tag Herr Stapp,

Herr Herrlinger kündigte unsere bis dahin vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten German Precision Ammunition vor einiger Zeit. Die GPS tat das ebenso. Seitdem lädt Herrlinger, bzw. GPS, irgendwelche Geschosse, die ich bitte nicht mehr als „Lutz Möller Geschoß “ bezeichnet wissen möchte, da das keine echten „Lutz Möller Geschoß “ sind.

Wenn die Dinger nicht so funktionieren, wie Sie das von einem anständigen Möller-Lutz Möller Geschoß  zu Recht erwarten dürfen, wenden Sie sich mit ihren Beschwerden an den Hersteller. DER soll Ihnen den Mist verklaren. Ich habe damit nichts zu tun!

Lutz Möller, 26. Februar 2006,
p. s. Mit echten Lutz Möller Geschoß  wäre das so nicht passiert!


Hallo Herr Möller,

hier ein Nachtrag zu meiner Mail vom 25.02.06, in der ich von der Geschoßteilung einer .308" Win berichtete. Sie haben darauf umgehend erwidert, es müsse sich bei dem Geschoß um einen Nachbau handeln .

Nun ist mir noch in bester Erinnerung, daß Sie selbst auf Ihrer Internet-Seite lange Zeit für das Labor für Ballistik geworben haben, wo sich mein Kumpel (auch wegen dieser Werbung) am 27.03.2005 insgesamt 50 Schuß gekauft hat.

Das erste Mal habe ich auf einer Jagd im Oktober davon gehört, daß Möller und Herrlinger getrennte Wege gehen. Aus der E-Mail der GPR geht die Kündigung Ihrer Geschäftsbeziehungen zum GPR hervor. Bedeutet das nun, daß die im März 2005 beim LfB, also bei Herrlinger gekauften Patronen bereits keine Original-Lutz Möller Geschoß , sondern Nachahmungen (z.B. Jaguar) sind oder sein können?

Ich hatte das Jaguar-Geschoss zwar noch nicht in der Hand, aber wenn ich die Abbildungen des Jaguar-Geschosses auf der Internetseite mit dem Lutz Möller Geschoß  vergleiche, fallen mir die völlig verschiedenen Führbandrillen auf. Eine Verwechselung ist m. E. ausgeschlossen. Bei Bedarf schicke ich Ihnen gern eine .308"-Patrone oder eines dieser Geschosse zu.

Schönen Gruß und WH. M. Stapp, Montag, 27. Februar 2006 20:20

Tag Herr Stapp,

Wann die Herren begannen abzukupfern, weiß ich nicht genau zu sagen. Bitte senden Sie mir das fehlerhafte Geschoß und eine unabgeschossene Patrone. Dann werde ich die untersuchen und mich äußern.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Hallo Herr Möller,

gibt es mittlerweile eine abschließendes Ergebnis zu den veröffentlichten Schwierigkeitenn mit 'Herrlinger' Geschossen. siehe dazu den Artikel vom 12. Juni : Herrlinger? Geschoß kaputt! und Kurioses mit Herrlinger - .308" - Lutz Möller Geschoß  vom 25 .Feb. Was ist nun die Ursache (Original oder Fälschung), konnten Sie zwischenzeitlich die Geschosse wie erwähnt untersuchen.

MfG, E. Bok, Freitag, 7. Juli 2006 12:52

Tag Herr Bok,

nein. Es gibt noch kein abschließendes Ergebnis. Der Werkstofflieferant sagte metallurgische Prüfung, insbesondere um festzustellen, ob die Werkstoff innerhalb der Spezifikation lagen. Ich noch ein anders zweifelhaftes Geschoß aus Österreich erhalten und hätte die eigentlich schon lange mit einem Begleitschereiben lossenden sollen. Das ist leider noch unerledigt und sollte bald erfolgen. Ich wre bereichten.

Lutz Möller,

Original oder Fälschung?

Sehr geehrter Herr Möller,

von meinem Schwiegersohn wurde ich auf den Artikel aufmerksam gemacht; ich denke, es interessiert Sie.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Bernd Stoelben, Montag, 15. Mai 2006 08:56

Ungewollter Paketschuß

Mitte Januar saß ich in Sachen, nahe der tschechischen Grenze, auf Sauen an. Gegen 19 Uhr wechselte eine Frischlingsrotte auf die Kirrung. Als einer von ihnen etwas abseits und breit stand, ließ ich fliegen. Der Wutz fiel im Knall. Mit meinem Sohn, der in der Nähe angesessen hatte, ging ich zum Anschuß. Dort sahen wir im Schein der Taschenlampe, daß von dem verendeten Frischling eine Schweißfährte in den angrenzenden Buchenjungbestand verlief. Sie war auf dem Schnee gut zu halten. Nach etwa 90 m standen wir vor einem zweiten Frischling, der zwischen zwei Jungbuchen steckengeblieben war. Wie sich später herausstellte, war es der beschossene Frischling, der zweite, parallel dahinter gestandene war im Knall geblieben, ein ungewollter Paketschuß. Aus dem zweiten Frischling konnten zwei Geschoßfahnen des von mir verwendeten Lutz Möller Geschosses von Lutz Möller geborgen werden (Kal. .30-06), eine steckte in der Leber, die andere in der Niere. Entgegen der Aussage des Konstrukteurs, daß das Geschoß im Wildkörper einen Splitterschauer erzeuge und ein Geschoßstumpf weiterfliege, reagierte es hier völlig anders reagiert und zerlegte sich in Geschoßfahnen.

E. Boll

Tag Herr Stoelben,

die Geschichte aus dritter Hand (1. Hand Hr. Boll, 2. Hand Jagdzeitung, 2. Hand Sie ) ist insofern seltsam, als ich Herrn Boll nicht kenne, was ich eigentlich sollte, wenn er Lutz Möller Geschoß  von mir bezogen hätte, und er sich des ungewollten Paketschusses wegen auch nicht an mich gewendet hat, wie das doch an sich nahegelegen hätte. Insofern übernehme ich auch Ihre Überschrift „Original oder Fälschung?“ Herrn Bolls Bericht kann insofern nicht stimmen, als er schrieb „Als einer von ihnen etwas abseits und breit stand, ließ ich fliegen.“, denn er traf ja immerhin zwei Schweine. Mitte Januar war die Sonne schon gegen 17 Uhr untergegangen. Allerdings war Vollmond der um ½ sechs aufgegangen war, also zur Schußzeit gegen 19 Uhr noch flach stand. Das Bild sieht von der Beleuchtung her wie eine Blitzlichtaufnahme aus; das paßt!

Paketschüsse sind bei guter Tiefenwirkung und breit stehenden Tieren immer möglich, siehe aus dem Bericht 9,3x62 in Afrika 2004 das Streifengnudoppel, nachdem Alexander Gänslers Führer die Waffe nahm und mit dem 9,3 mm Lutz Möller Geschoß  einen Hartholzbaum durchschoß. Sehen Sie auch von der .243" Win.Patrone die Holzdurchschüsse.

Längs gespaltete „Lutz Möller Geschoß “ kenn ich aus Kurioses mit Herrlinger - .308" - „Lutz Möller Geschoß “, deren Herkunft zweifelhaft ist. Wie mir schient hat er länger und mehr „Lutz Möller Geschoß “ verkauft, als ich ihm für den Zweck lieferte.

In Jahren eigener und fremder Lutz Möller Geschoß  - Erfahrung kenne ich erst seit kurzem einen Spalterfall. Der Fall wird derzeit untersucht. Alle vielen anderen Lutz Möller Geschoß  wirkten erwartungsgemäß. Wenn man ein Lutz Möller Geschoß  mit Schmackes auf Schweineknochen schießt, ist immer mit erheblichen Splittern zu rechnen. Gerade Sie gewähren ja den anfänglichen Wirkungsquerschnitt. Ich kann aus Herrn Bolls Bericht auch bei kritischer Betrachtung keine Klage über mangelnde Wirkung herauslesen. Wenn er aber keine Paktschüsse will, was ich vermute, da er ja von ungewollt schriebe, sollte er künftig vor dem Schuß besser hinsehen, was er da vor sich hat. Das Schwein wird ja nicht plötzlich vom Himmel geflogen sein. Dank Schweißfährte ab Anschuß haben die Beiden die Sau denn ja auch zur Strecke gebracht. Sehen Sie hier Sie mal eine ganze Schweißfährte ab Anschuß bis zum Stück, dann wissen Sie wie das aussehen kann.

Waidmannsheil, 15. Mai 2006, Lutz Möller,

Herrlinger? Geschoß kaputt!

Sehr geehrter Herr Möller,

wir hatten vor einigen Monaten bereits E-Mail- und Telefonkontakt, damals ging es um die Frage, ob eine 9,3x62 auf die Leistung einer .308" Win. heruntergeladen werden kann. Parallel hat Ihnen Herr Michael Stapp einen Bericht über die Wirkung meines Lutz Möller Geschoß  bei einem Rehkitz zukommen lassen. Das Geschoß hatte sich der Länge nach zerteilt und ergab keinen Ausschuß. Für den Fall, daß es Sie interessiert, möchte ich Ihnen eine weitere Auffälligkeit berichten, die ich kürzlich erlebte. Zuvor sei angemerkt, daß ich im Mai fünf Rehe mit dem Lutz Möller Geschoß  (.308" Win) erlegte, wovon vier keinen Schritt mehr machten und eines nach 20 m tot zusammenbrach.

Anfang Juni schoß ich mit demselben Geschoß einen Rotschmalspießer auf ~ 100 m. Das Stück lief schwerkrank noch ~ 30 m und brach dann zusammen. Der Einschuß auf dem Blatt war auf der Decke kalibergroß. Innen auf der Einschußseite war ein Loch von ~ 5 cm Durchmesser erkennbar. Die Lunge war schwer betroffen und auf der Innenseite der Ausschußseite waren drei Löcher in einem Abstand von ~ 4-5 cm zu sehen. Einen Ausschuß gab es allerdings nicht! Direkt unter der Decke – man konnte die Wölbung gut sehen – steckte der Geschoßrest hinter dem Blatt, den ich als Foto beifüge.

Ich hätte nie damit gerechnet, keinen Ausschuß zu haben. Können Sie sich das erklären? Es handelt sich um dieselben Patronen, zu denen Herr Stapp Ihnen vor einigen Monaten entsprechende Angaben gemacht hat (gekauft bei Herrlinger). Erneut keinen Ausschuß zu erhalten beunruhigt mich ein wenig, da ich gerade neue Patronen bestellen wollte und nun nicht ganz sicher bin, ob es sich um gehäufte Ausreißer handelt oder ich häufiger damit rechnen muß.

Vielleicht gelingt es Ihnen, den Sachverhalt einzuordnen.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Walter, Templin, Montag, 12. Juni 2006 21:00

Tag Herr Walter,

in letzter Zeit sind Sie der Dritte, der erst angebliche „Lutz Möller Geschoß “-Munition von Herrlinger bezog und dann Seltsamkeiten berichtet, die ich von meinen Lutz Möller Geschoß  so in der Regel nicht kenne. Siehe Kurioses mit Herrlinger - .308" - „Lutz Möller Geschoß “ und Original oder Fälschung?. Nunn kommen Sie mit Herrlinger? Geschoß kaputt!. Das fällt doch auf!

Wenn Sie mir den Rest senden werde ich ihn prüfen lassen. Mit Herrlinger und Konsorten habe ich seit Mai 2005 nichts mehr zu tun. Ich würde an Ihre Stelle bei derartigen häufigen Auffälligkeiten dessen Munition nicht mehr trauen. Kaufen Sie Ihre Lutz Möller Geschoß -Munition bei einem anderen Hersteller Ihres Vertrauens

Senden Sie mir bitte Ihre Rufnummer. Dann  rufe ich Sie gern an und wir sprechen darüber.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 12. Juni 2006,

Hallo Herr Möller,

ich komme leider erst jetzt zum Antworten, da ich kurz im Urlaub war.

Bei dem Autor handelt es sich um meinen Vater Egon Bode (Name wurde falsch von der Jagdzeitschrift angeführt). Er wollte damit vordergründig die zwischen den Stämmen eingeklemmte Sau abgebildet wissen, was nun durch das überdeckende kleine Foto gar nicht mehr richtig zu erkennen ist. (Den Bericht hat er übrigens eigenmächtig an die Jagdzeitschrift geschickt und mich erst anschließend dahin gehend informiert. Ich habe ihm daraufhin mitgeteilt, daß Sie die Fotos bereits kennen und den Vorgang entsprechend auf Ihrer Seite behandelt hatten. Mein Vater besitzt allerdings keinen PC und wird dieses altersbedingt auch nicht mehr anfangen).

Die Reste dieses Geschosses habe auch ich immer eindeutig und zweifelsfrei einer .30-06 zugeordnet und nicht einer 8x57IS. Schauen Sie sich bitte unten den Text zu Geschoß-Nr. 3 genau an. Auf meine seinerzeitigen Ausführungen sind Sie mit Ihrer Mail ja auch eingegangen! Auf meinem damaligen Foto sind drei Geschoßreste abgebildet: Nr. 1 und 2 stammen von meiner 8x57IS, Nr. 3 aber von der .30-06 meines Vaters.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen zur Aufklärung des Sachverhalts gedient zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich für etwaige Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, Friedhelm Bode, Donnerstag, 15. Juni 2006 12:44

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Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst keine bessere finden.

Mjölnir